Samsung Galaxy NX: Spiegellose Systemkamera mit Wechselobjektiven und Android im Hands-On

Frank Ritter 18

Gestern Abend hat Samsung einen Schwung neuer Produkte im Rahmen seines Galaxy & Ativ-Events in London veröffentlicht. Darunter auch ein Gerät, das lange Zeit als Nachfolger der Galaxy Camera gehandelt wurde, vielmehr aber ein neues Modell in Samsungs Galaxy NX-Kameraserie ist — nur eben mit Android als Betriebssystem. Im Hands-On werfen wir einen Blick auf die Samsung Galaxy NX.

Eigentlich eine ziemlich gutes, aber auch naheliegendes Konzept, das Samsung da im letzten Jahr ersonnen hatte: Die Galaxy Camera verband die Merkmale einer klassischen Kompaktkamera mit der Flexibilität und Konnektivität von Android als Betriebssystem. Mag es dann auch Detailmängel, vor allem hinsichtlich der Marktpositionierung gegeben haben, so hatte doch die Idee von Android als Kamera-OS einiges für sich.

Nur folgerichtig also, dass mit der Samsung Galaxy NX nun auch ein Gerät im Profisegment mit Android ausgestattet wird. Und die hat es in sich: Die spiegellose Kamera ermöglicht den Einsatz von Wechselobjektiven — und zwar nicht nur der drei, die Samsung gestern Abend vorgestellt hat, sondern auch aller bereits existierenden Objektive vormaliger NX-Modelle, wodurch Foto-Profis der Umstieg auf die Galaxy NX leicht gemacht wird.

Die Kamera ist, soweit wir das als Foto-Laien beurteilen können, sehr gut ausgestattet: Ein 20,3 MP-APS C-Sensor wird unterstützt durch einen DRIMe IV Image Signal Processor, einen Advanced Hybrid-Autofokus und eine minimale Verschlusszeit von 1/6000 Sekunde. Im Gerät tickt eine Quad Core-CPU mit 1,6 GHz, mutmaßlich der aus dem Samsung Galaxy S3 und der Galaxy Camera bekannte Exynos 4412, das TFT-Display mit 720p-Auflösung und 4,8 Zoll Bilddiagonale ist für Kameras dieser Geräteklasse sehr gut. Dank WLAN-, 3G und LTE-Konnektivität finden mit der Galaxy Camera geschossene Fotos ihren Weg ins Netz, wiewohl die schiere Größe der 20 MP-Fotos wohl ziemlich viele Datenkontingente im Nu erschöpfen wird.

In Sachen Software haben wir es mit Android 4.2.2 und einer an Kameras angepassten TouchWiz-Version zu tun. Diese bietet unter anderem schnellen Zugriff auf Kamera-spezifische-Apps und etliche Szenario-Presets.

Eine der größten Befürchtungen, die wir im Zusammenhang mit der Galaxy NX nach den Leaks im Vorfeld hatten, nämlich dass die Nase des Nutzers beim Blick durch den Sucher unwillentlich den Touchscreen bedient, kann übrigens als ausgeräumt gelten: Ein Näherungssensor schaltet das Display in diesem Fall automatisch ab.

Zu Preis und Verfügbarkeit der Galaxy NX ist bislang noch nichts Genaues bekannt. Wir gehen zurzeit von einem Euro-Preis im vierstelligen Bereich aus, informieren euch aber natürlich, sobald wir Konkreteres wissen.

Ambitionierte Fotografen unter euch, die der Galaxy NX eine Chance geben werden? Lasst es uns wissen — im Kommentarbereich.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung