DeathRing: Gefährliche Malware auf Smartphones vorinstalliert

Jan Hoffmann 8

Getarnt als Klingelton-App verbreitet sich gegenwärtig ein neuer Schädling mit dem Namen DeathRing auf Android-Smartphones. Der Clou dabei: Die Schadsoftware ist beim Kauf eines neuen Geräts bereits vorinstalliert und wird von Anti-Viren-Apps nicht erkannt.

DeathRing: Gefährliche Malware auf Smartphones vorinstalliert

Wie der Mobile-Security-Spezialist Lookout berichtet, tarnt sich DeathRing zunächst als harmlose Klingelton-App, mit dessen Hilfe allerdings SMS- und WAP-Inhalte unbemerkt heruntergeladen und für kriminelle Handlungen verwendet werden können. Unter anderem könnte DeathRing persönliche Daten stehlen, Inhalte manipulieren oder weitere Schadprogramme herunterladen.

Zwar ist der Schädling ab Werk auf den Smartphones vorinstalliert, aktiv ist die Malware allerdings erst dann, wenn das Gerät mindestens fünfmal herunter- und wieder hochgefahren wird oder wenn der Nutzer das betroffene Gerät fünfzigmal entsperrt bzw. verwendet. An welchem Punkt der Lieferkette die Infektion erfolgt, ist bisweilen aber nicht bekannt.

Zu den mit der Schadsoftware versehenen Geräten gehören bis dato gefälschte Smartphones von Samsung und andere Geräte, wie beispielsweise von Gionee, welche hauptsächlich aus China, Indien, Indonesien, Nigeria, Taiwan und Vietnam stammen. Solltet ihr also keines dieser Geräte im Ausland erworben oder importiert haben, gibt es keinen Grund zur Sorge.

Folgende Smartphones sind von DeathRing betroffen:

  • Counterfeit Samsung GS4/Note II
  • Diverse TECNO-Geräte
  • Gionee Gpad G1
  • Gionee GN708W
  • Gionee GN800
  • Polytron Rocket S2350
  • Hi-Tech Amaze Tab
  • Karbonn TA-FONE A34/A37
  • Jiayu G4S - Galaxy S4 Clone
  • Haier H7
  • Ohne Herstellerangabe i9502+ Samsung Clone

Laut Lookout ist es Anbietern von Sicherheitslösungen nicht möglich, DeathRing zu entfernen, weil sie im Systemverzeichnis des Smartphones vorinstalliert ist. Dennoch sollte man im Zweifel zu einer der unzähligen Antiviren-Apps greifen.

Quelle: TheHackerNews

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