Windows Defender: Der eingebaute Windows-Virenscanner ist Testsieger

Marco Kratzenberg

Wir haben in einem früheren Artikel bereits festgestellt, dass der Windows-Defender absolut ausreichend ist, um Windows zu schützen. Doch zu einem Sieg in renommierten Tests fehlte ihm immer etwas Tempo. Das hat sich nun geändert und für Windows-Nutzer brechen sichere Zeiten an – wenn sie nicht fremdgehen.

Jeden Monat untersucht die unabhängige AV-TEST GmbH aktuelle Virenscanner, wie sie mit bekannten und neuen Bedrohungen zurechtkommen. Dabei geht es einerseits natürlich um die Erkennung Tausender Bedrohungen durch Viren und Trojaner, aber es werden auch andere Faktoren untersucht. Zum wiederholten Male hat nun das Windows-eigene Schutzsystem „Windows Defender“ Bestnoten bekommen und teilt sich als einziges kostenlose Programm das Siegertreppchen mit drei kostenpflichtigen Sicherheitslösungen.

Unser Video erklärt euch, wie die Windows Defender Browser Protection euch schützt:

Windows Defender Browser Protection schützt euch unter anderem vor Phishing.

Windows Defender ist endlich an der Spitze angekommen

Als Microsoft anfing, einen Virenscanner zum Download anzubieten, wurden die Bemühungen eher belächelt. Die meisten Bedrohungen rutschten durch und gleichzeitig wurde Windows ausgebremst. Doch das hat sich seit damals deutlich geändert!

Schon früher bescheinigten die Teste dem Windows Defender eine gute Schutzwirkung, bemängelten aber die Verlangsamung des Systems. Im aktuellen Virentest von AV-TEST zeigte Microsofts Virenscanner aber keine Schwächen mehr: Deutlich schneller geworden und mit einer Erkennungsrate von 100 %, hat der Windows Defender die volle Punktzahl eingefahren. Auch für die Benutzbarkeit bekam er 6 Punkte.

Auch ansonsten bringt der hauseigene Windowsschutz alles mit, was man braucht: Eine Firewall, einen Browserschutz, Sicherheitslösungen zum Schutz der Hardware, Kinder- und Jugendschutzlösungen sowie eine regelmäßige Aktualisierung über die Cloud.

Damit teilt sich das eingebaute Windows-Antivirenprogramm den ersten Platz mit „SAFE“ von F-Secure, „Internet Security“ von Kaspersky und „Norton Security“. Damit ist der Windows Defender das einzige kostenlose Virenprogramm mit der Auszeichnung „Top Product“ und schlägt sogar zahlreiche andere kommerzielle Lösungen.

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Wichtige Windows-Sicherheitstools

Was bedeutet der Windows-Defender-Testsieg für den Anwender?

Zuerst einmal bedeutet dieser erste Platz für den Windows Defender, dass im normalen Alltag eigentlich kein weiteres Antivirenprogramm mehr notwendig ist. Im Gegenteil: Wird der Defender ausgeschaltet, weil man eines der vielen anderen niedriger bewerteten Programme nutzt, schwächt man die Sicherheit seines Rechners.

Auf der anderen Seite können die Anwender Geld sparen, ohne auf Sicherheit verzichten zu müssen. Die kommerziellen Konkurrenten wollen durchschnittlich jedes Jahr wieder ca. 30 Euro vom Anwender und vermarkten dafür zusätzliche Sicherheitsfeatures, mit teils schwammigen Behauptungen wie „eine zusätzliche Schutzebene für mehr Sicherheit“.

So richtig durchgefallen ist aber auch keiner der anderen Testkandidaten. Einige leisteten sich hier und da kleine Aussetzer, doch insgesamt ist ein Windows-Rechner nun nicht automatisch unsicher, bloß weil er vielleicht durch eines der anderen Programme geschützt wird. Allerdings sollte man vielleicht bei den Letztplatzierten, „Malwarebytes Premium“ und „Webroot SecureAnywhere“ überlegen, ob nicht ein Umstieg fällig wird. Beide Programme hatten beim letzten Test eine Erkennungsrate von unter 90% und leisteten sich auch in anderen Kategorien Schwächen. Im dem Fall reicht also schon eine Deinstallation des Virenscanners, um den Computer sicherer zu machen.

In den vergangenen Monaten hat das Thema Online-Sicherheit und Privatsphäre immer weiter an Bedeutung gewonnen. Wir möchten deshalb gerne in Erfahrung bringen, wie ihr zu der ganzen Sache steht.

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