Apple vergeht das Lachen: So wurde der iPhone-Hersteller noch nie bloßgestellt

Sven Kaulfuss 31

So scharfzüngig wurde Apple bisher wohl noch nie angegriffen, all dies vor einem Millionenpublikum. Komiker und Schauspieler Ricky Gervais moderierte am gestrigen Abend die Golden Globes bereits zum fünften Mal. Fiel dem Briten bisher Hollywood zum Opfer, so musste dieses Mal auch Apple leiden.

Gervais nutzte den Eröffnungsmonolog des alljährlichen Film- und Fernsehpreises in gewohnter Manier. Das anfängliche Lob für Apple, für einen überzeugenden Start ins Streaming-Geschäft mit Apple TV+, stellte sich sehr schnell als vergiftetes Kompliment und umso mehr als pointierte Spitze gegen den Hersteller und auch die für ihn arbeiteten Schauspieler heraus. Im Zitat:

„Apple ist mit einem großartigen Drama über die Bedeutung von Würde und dem richtigen Handeln ins TV-Geschäft eingestiegen, das von einer Firma hergestellt wurde, die Ausbeutungsbetriebe in China betreibt. Also, Sie sagen, Sie sind aufgewacht, aber die Firmen, für die Sie (Anmerkung der Redaktion: gemeint sind wohl die Schauspieler) arbeiten, sind unglaublich. Apple, Amazon, Disney. Wenn ISIS einen Streaming-Dienst starten würde, würdest du deinen Agenten anrufen, oder?

Wenn du heute Abend einen Preis gewinnst, benutze ihn nicht als Plattform für eine politische Rede. Du bist nicht in der Position, die Öffentlichkeit über irgendetwas zu belehren. Du weißt nichts über die reale Welt. Die meisten von euch haben weniger Zeit in der Schule verbracht als Greta Thunberg. Wenn du gewinnst, kommst du, nimmst deinen kleinen Preis entgegen, bedankst dich bei deinem Agenten und verpisst dich.“

Apple unter Beschuss: Ricky Gervais schießt aus allen Rohren

Bei diese Worten dürfte Tim Cook, der im Publikum anwesend war, das Lachen vergangen sein. Der wurde kurz vor dem Redeabschnitts Gervais noch mit einem verhaltenden Lächeln eingefangen – hier zu sehen (ab Minute 2:09):

 

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Gut zu wissen: Gervais selbst arbeitete bisher schon mit Netflix zusammen. Apple als potentieller Arbeitgeber in der Zukunft dürfte aber wohl erst mal nicht in Frage kommen.

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