„Eine Gefahr für die innere Sicherheit der USA“: Der ehemalige Chef von Google, Eric Schmidt, hat sich ungewöhnlich scharf gegenüber Huawei geäußert. Der Konzern würde für China Spionage gegen die USA betreiben. Google dürfte diese heftige Aussage ganz und gar nicht gefallen. Eine Antwort von Huawei gibt es auch schon.

 

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Ex-Google-CEO: Huawei „nicht akzeptabel“

Überraschend hat sich mit Eric Schmidt niemand geringeres als der ehemalige Chef von Google zu Huawei geäußert. Der chinesische Konzern würde die USA ausspionieren und sei deshalb eine Gefahr für die innere Sicherheit des Landes. Ihm zufolge stünde es „außer Frage, dass Informationen von Huawei-Routern schlussendlich in den Händen des chinesischen Staates gelandet sein.“ Wie das im Detail vonstatten gegangen sei oder nach wie vor stattfindet, hat Schmidt in einem Interview mit der BBC aber nicht erklärt. Man sei sich aber sicher, dass es passiert sei, heißt es.

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Was Schmidt zu dieser Aussage bewogen hat, wird spätestens auf den zweiten Blick deutlich. Der ehemalige CEO hat mit Google abgeschlossen und besitzt dort keine offizielle Funktion mehr. Stattdessen ist er nun beim „Defence Innovation Board“ des Pentagons als Vorstandsmitglied angestellt, zusammen mit weiteren bekannten Persönlichkeiten wie Jeff Bezos (Amazon), Reid Hoffman (LinkedIn) und dem Astrophysiker Neil deGrasse Tyson.

Huawei widerspricht Schmidt umgehend

Huawei hat sich mittlerweile zu den erneuten Vorwürfen geäußert. Victor Zhang, Chef von Huawei Großbritannien, widersprach den Anschuldigungen Schmidts. Ihm zufolge seien die Äußerungen „einfach nicht wahr.“ Richtig wäre vielmehr, dass es sich bei Huawei um ein privates Unternehmen handelt, das unabhängig von „jeglichen Regierungen, einschließlich der chinesischen“ agiert.

Seit dem Jahr 2012 wird Huawei vorgeworfen, von der chinesischen Regierung zumindest beeinflusst zu werden. Die USA kritisieren seitdem die aus ihrer Sicht intransparente Struktur des Unternehmens. Im April 2019 gab Huawei bekannt, den eigenen Angestellten zu gehören.

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Spionage-Vorwürfe: Google äußert sich nicht

Google hat sich nicht zu den Vorwürfen des Ex-CEOs geäußert. Dabei dürfte es auch bleiben. Google ist vom US-Bann Huaweis stark getroffen, da Huawei bislang auf Android als Betriebssystem für Handys setzte. Da es amerikanischen Unternehmen seit Mai 2019 untersagt ist, mit Huawei Geschäfte zu betreiben, kommen neue Smartphones von Huawei ohne einfachen Zugriff auf Google-Dienste und -Apps wie den Play Store auf den Markt.

Simon Stich
Simon Stich, GIGA-Experte für Smartphones, Mobilfunk und die Gerüchteküche.

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