Trump nimmt Huawei ins Visier: Deshalb könnten Smartphone-Preise jetzt sinken

Kaan Gürayer 4

Donald Trump nimmt Huawei ins Visier: Mit einer Exekutivanordnung hat der US-Präsident den „nationalen Notstand“ erklärt, um den chinesischen Hersteller de facto aus den USA auszuschließen. Was schlecht für Huawei ist, könnte am Ende zu sinkenden Smartphone-Preisen in Deutschland führen. 

Trump nimmt Huawei ins Visier: Deshalb könnten Smartphone-Preise jetzt sinken
Bildquelle: GIGA – Huawei P20 Pro.

Trumps Exekutivanordnung hat Huawei zum Ziel

Huawei und die Vereinigten Staaten liegen seit geraumer Zeit über Kreuz. Die US-Regierung wirft dem Konzern vor, als verlängerter Arm der chinesischen Staatsführung zu dienen und Wirtschaftsspionage zu betreiben. Zwar konnten die USA bisher keine Beweise für diese Anschuldigungen abliefern, trotzdem hat Donald Trump jetzt die nächste Eskalationsstufe gezündet. Mittels Exekutivanordnung untersagt der US-Präsident die Nutzung von Telekommunikationstechnik, die als „Risiko für die nationale Sicherheit“ eingestuft werden, berichtet die Zeit.

Update vom 20.05.2019: Mittlerweile ist klar, dass die Maßnahme gegen Huawei zielt und weitreichende Folgen haben wird. So musste Google die Zusammenarbeit mit Huawei beenden. Was das für uns Europäer bedeutet, erfahrt ihr hier: Die 10 wichtigsten Fragen und Antworten zum Huawei-Bann

Namentlich wird zwar kein Konzern genannt, gegen den sich diese Maßnahme richten soll. Beobachter gehen aber davon aus, dass Huawei das Hauptziel ist. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, sagte, dass die US-Regierung alles dafür tun werde, um „Amerika vor ausländischen Gegnern zu schützen.“

Auf das Huawei P30 Pro werden US-Amerikaner auch in Zukunft verzichten müssen – und damit auch auf die exzellente Kamera: 

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Ultimativer Kamera-Vergleich: Huawei P30 Pro vs. Samsung Galaxy S10 Plus und Google Pixel 3.

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Sinkende Smartphone-Preise: Die „Nebenwirkung“ von Trumps Krieg gegen Huawei

Für deutsche Kunden könnte sich der zuspitzende Streit zwischen Huawei und den USA allerdings positiv auswirken. Mit Trumps Exekutivanordnung bleibt dem Konzern auf unmittelbare Zeit der lukrative US-Markt versperrt. Damit das Unternehmen weiter auf Wachstumskurs bleiben und die hochgesteckten Umsatz- und Gewinnziele erreichen kann, muss Huawei auf anderen Märkten noch aggressiver auftreten. Das könnte langfristig in günstigeren Preisen resultieren, um Samsung, Apple und Co. weitere Marktanteile abzustauben. Dass Huawei im Zweifel auch ohne die USA kann, hat der Hersteller längst bewiesen.

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