HTC: So steht es um den ehemaligen Handy-Pionier

Simon Stich 1

Von wegen Hoffnungsschimmer: Beim Traditionshersteller HTC geht es nach einem kurzen Höhenflug nun wieder bergab. Die frischen Ideen des neuen CEOs haben nicht zur Wende beigetragen – oder braucht HTC einfach noch mehr Zeit? Neue Zahlen lesen sich wie eine Hiobsbotschaft.

HTC: Umsatz erneut stark eingebrochen

HTC gibt es immer noch, aber der Patient liegt im Sterben. Nachdem es im September 2019 einen viel beachteten Wechsel an der Spitze des Unternehmens gab und der neue CEO frischen Wind mit sich brachte, zeigen die neuesten Zahlen, wie schlecht es HTC wirklich geht. Nach einem zwischenzeitlichen Hoch, bei dem zumindest der fortwährende Absturz abgebremst werden konnte, gehen die Daumen nun wieder stark nach unten. Sollte es so weiter gehen, dann bleibt HTC nichts anderes übrig, als sich vom Smartphone-Geschäft zu verabschieden.

Im Oktober 2019 hat HTC laut PhoneArena insgesamt nur einen Umsatz von 19,47 Millionen Euro erwirtschaften können. Smartphones haben dabei den Löwenanteil zu verantworten, während das Geschäft mit VR-Brillen auch nicht besonders rund läuft. Im Vergleich zum September haben sich die Umsätze in beiden Geschäftsteilen nahezu halbiert. Im Oktober 2018 lag der Umsatz noch bei umgerechnet 38,8 Millionen Euro – was sicher auch kein gutes Ergebnis ist, aber eben doppelt so hoch wie im Oktober 2019.

HTCs Plan, im Jahr 2019 wichtige Marktanteile zurückzugewinnen, kann als gescheitert betrachtet werden. Im Juli hatte das Unternehmen zuletzt mit vier neuen Handys angreifen wollen, die allerdings nur mit schwacher Hardware auffielen und zudem nicht weltweit veröffentlicht wurden. Für die Zukunft soll verstärkt auf 5G gesetzt werden, wobei es hier noch keine wirklich konkreten Anhaltspunkte dafür gibt, welche neuen Handys HTC überhaupt plant.

Wie ein mögliches neues Top-Handy von HTC aussehen könnte, seht ihr hier in der Bilderstrecke:

Bilderstrecke starten(9 Bilder)
HTC Zero: Sieht so das Comeback des Traditionsherstellers aus?

HTC: Marktanteil kaum noch messbar

Wo HTC im Handybereich überhaupt noch erfolgreich ist, kann durch einen Blick auf die Marktanteile klar beantwortet werden: nirgendwo. In Deutschland liegt der Marktanteil laut StatCounter bei weniger als einem Prozent, das Unternehmen wird mit 0,54 Prozent teilweise schon unter „Weitere“ zusammengefasst. In anderen Ländern – darunter China – ist der Anteil schon nicht mehr messbar. Aus China hatte sich HTC im Mai 2019 „temporär“ zurückgezogen. Mit einer baldigen Rückkehr ist aber auch nicht zu rechnen.

Das letzte Top-Handy von HTC war das HTC U12 Plus, welches wir hier im Video vorstellen:

HTC U12+ im Hands-On: Starkes Comeback.

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Der Anteil an HTC-Handys ist in den letzten Jahren stetig zurückgegangen. Mit der starken Konkurrenz aus China – insbesondere durch Xiaomi und Huawei – kann HTC schon lange nicht mehr mithalten. Bei günstigen Handys ist die Auswahl so groß, dass HTC in der Masse untergeht.

Auch bei höherpreisigen Smartphones entscheiden sich Kunden seit Jahren lieber für Produkte der Konkurrenz. Das zuletzt vorgestellte HTC Desire 19 Plus ist bei uns komplett durchgefallen. Immerhin ist hier der Preis innerhalb kürzester Zeit .

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