Noch kleiner als der Mac mini? Gibt's von Apple nicht ... noch nicht. Denn der folgende Entwurf eines „Mac nano“ schreit förmlich danach, umgesetzt zu werden, so faszinierend ist dieser. Bleibt nur die Frage: Traut sich Apple?

 

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Seitdem der Mac mini erstmals vor über 16 Jahren präsentiert wurde, hält er den Stammplatz des kleinsten Macs. Dabei ist der mini gar nicht so winzig, wenn mal ganz ehrlich ist. Schließlich sind die derzeitigen Abmessungen des Apple-Rechners von 19,7 x 19,7 x 3,6 Zentimeter und das Gewicht von 1,2 Kilogramm heutzutage für ein Desktop-Rechner zwar noch immer nicht zu groß, doch eigentlich müsste es doch kleiner gehen, oder?

Schon zu haben: Mac mini mit Apples M1 Chip bei Amazon

Mac nano statt Mac mini: Apples kleinste Nummer

Geht es, zumindest nach dem Willen des brasilianischen Designers „Renato Ramos Bogo“, der uns als moderne Alternative einen „Mac nano“ in seiner virtuellen Werkstatt gezimmert hat. Der Grundgedanke: Spätestens seit Apples neuem M1-Chip müssen Macs eigentlich nicht mehr so groß sein. Immerhin befinden sich die iPhones mit dem zugrundeliegenden Apple A14 auf fast ähnlichem Leistungsniveau. Ergo: Die Rechenpower passt also in ein viel kleineres Gehäuse.

Bild: Renato Ramos Bogo

Der Mac nano benötigt somit nur eine quadratische Grundfläche von 6,5 x 6,5 Zentimeter und besitzt eine Bauhöhe von nur 0,765 Zentimeter. Kurzum: Ein halbes iPhone, nur ohne Display und all den anderen, teuren Technologien wie ein 5G-Modem etc. Die braucht es nämlich nicht.

Bild: Renato Ramos Bogo

Für den Anschluss von Peripherie wie Monitore und mehr gibt's drei Thunderbolt / USB-4-Ports, an denen dürfe dann auch das externe Netzteil angebunden werden. Logisch: Der Mac nano ist so winzig, da bleibt kein Platz für einen integrierten Stromspender. Vielleicht käme der Mac-Winzling sogar mit dem iPhone-Ladegerät (20 Watt) aus – irgendwie clever. Der Mac nano wäre letztlich Apples Antwort auf den bekannten Raspberry Pie, nur halt ohne Bastelarbeit.

Bild: Renato Ramos Bogo

Einen solchen Mac könnte man auch immer in der Hosentasche dabei haben. Nur noch ein Display, Maus, Trackpad und Tastatur anschließen – fertig. Als externer Monitor könnte übrigens auch ein iPad (drahtlos) fungieren, dann muss man ein solches vor Ort nicht ständig suchen.

Aktuell ist der Mac mini noch der kleinste Mac:

Mac mini mit Apple M1: Was steckt im kleinen Rechner?

Lieber ein iPad mit macOS?

Allerdings ... wäre ein iPad oder iPhone mit macOS dann nicht die einfachere Wahl? Wäre es, wenn Apple denn daran ein Interesse hätte. Technisch wäre die Portierung problemlos möglich, schließlich teilen sich jetzt macOS und iOS die gleiche Plattform. Jedoch will Apple gerne auch noch den Mac separat verkaufen – dem lieben Geld zuliebe.

Dies bringt uns dann zum Preis des Mac nano. Dem Designer und Schöpfer des spannenden Entwurfs schweben da 199 US-Dollar vor. Oha! Zu früh geträumt, so verlockend das Angebot auch wäre, Apple dürfte wohl mindestens den doppelten Betrag verlangen – 399 US-Dollar. Dann würde sich Apple vielleicht auch trauen und den Winzling auf den Markt bringen, das Angebot wäre aber immer noch attraktiv. GIGA meint, ein solcher Mac nano wäre auch der ideale Rechner für den preissensitiven Bildungsmarkt. Für Apple schon immer eine der bevorzugten Zielgruppen.