Pokémon Schwert & Schild: Entwickler hat gelogen und die Fans rasten aus

Laura Li Tung 37

Die Fan-Gemeinde ist im Aufruhr: Noch vor dem morgigen Release von Pokémon Schwert & Schild mache zahlreiche Leaks und Gerüchte die Runde. Nun wollen Fans den Entwickler Game Freak sogar beim Lügen erwischt haben – und die Ereignisse spalten die Fans in zwei Lager.

Als Game Freak auf der E3 ankündigte, dass einige Pokémon nicht in Schwert & Schild vorkommen werden, war das Geschrei groß. Vor Kurzem wurde die Diskussion erneut entfacht, da die komplette Liste der Taschenmonster ans Tageslicht gebracht wurde. Diese Meldung ging durch die Community wie ein gleißender Donnerblitz. Der Liste zufolge sollen es nämlich nur 400 anstatt der über 900 kleinen Biester ins Spiel geschafft haben.

Während zum Beispiel Glumanda am Start ist, sind unsere Lieblinge Schiggy und Bisasam nicht von der Partie. Grund genug einen heftigen Shitstorm loszutreten.

Der Developer begründete diesen Schritt damit, dass man aufgrund der kurzen Entwicklungszeit Kompromisse eingehen musste. Neue Modelle und Animationen müssten erstellt werden und das sei in der Zeit nicht tragbar.

Diese Pokémon wurden bereits offiziel bestätigt:

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Pokémon Schwert & Schild: Alle bestätigten Pokémon - Liste und 8. Generation

#GameFreakLied trendet

Nein. Nicht, was ihr denkt. #GameFreakLied ist natürlich kein Lied, sondern bedeutet zu Deutsch #GameFreakHatGelogen. Dieser Hashtag wütet aktuell in den sozialen Netzwerken. Grund dafür ist, dass einige Fans nun bewiesen haben wollen, dass Game Freak sie angelogen hat.

Der Vorwurf der Community ist, dass der Entwickler die Modelle der Pokémon einfach aus Pokémon Sonne und Mond wiederverwendet habe. Als Beweis haben Dataminer auf Reddit Gegenüberstellungen der unterschiedlichen Versionen und den Polycount (die Anzahl der Polygone / Triangles eines 3D-Modells) veröffentlicht. Eigentlich ist das Recycling von Objekten nichts Außergewöhnliches; in diesem Fall jedoch fühlt sich die Fanbase besonders angegriffen.

#IStandWithSerebii

Dass ein Hashtag bezüglich des neuen Pokémon-Spiels trendet, ist nichts Neues. Serebii, eine Seite, die seit 1999 Pokémon-News bringt, wurde kürzlich Ziel der Wut einiger etwas zu ambitionierter Fans. Die Seite bekam sogar Drohungen gesendet. Nachdem sich Webmaster Joe Merrick zu Wort meldete, begannen Nutzer der Seite den Hashtag #IStandWithSerebii (zu dt. „Ich stehe hinter Serebii“) loszutreten, der sich wie ein Lauffeuer verbreitete.

Jetzt mal Butter bei die Pokémäns

Ist das wirklich so ein großer Grund zur Aufregung? Über 900 sind eine Menge und Game Freak wird sich dabei auch etwas gedacht haben. Statt ein Spiel abzuliefern, dass unter den Umständen vielleicht fehlerhaft und verbuggt gewesen sein könnte, interessiert uns vielmehr die Auswahl der Pokémon. Warum haben es manche Pokémon geschafft und manche eben nicht? Wir haben Pokémon Schwert & Schild bereits getestet und die Anzahl der vorhandenen Pokémon hat dem Spielspaß keinen Abstrich getan.

Ein Spiel sollte außerdem kein Grund sein, sich derart aufzuregen und sogar Drohungen zu versenden. Können wir uns nicht einfach wieder in der Pause treffen, das Linkkabel anschließen und ein paar Editions-exklusive Pokémon tauschen?

Was sagt ihr zu dem Thema? Schreibt es uns gern in Kommentare.

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