Erst knapp ein Jahr auf dem Markt, jetzt schon wieder „altes Eisen“. Intel kündigte an, dass man die Produktion seiner neuen Hybrid-Prozessoren bald einstellen wird. Doch die dahinterstehende Technologie soll zukünftigen Prozessor-Generationen erhalten bleiben. 

Intel Lakefield wird eingestellt: Produktion der Hybrid-Prozessoren steht vor dem Aus

In regelmäßigen Abständen schmeißt Intel alte CPUs aus seinem Produktionsportfolio, um Kapazitäten für die neuen Modelle freizuräumen. Nun überraschte der Chiphersteller jedoch mit einer ganz besonderen Meldung: Die Produktion der hauseigenen Hybrid-Prozessoren mit dem Codenamen Lakefield wird eingestellt. Das geht aus einem offiziellen Schreiben auf der Intel-Webseite hervor. So sieht der Zeitplan für die „End of Life“-Vorbereitungen aus:

  • Beginn der EOL-Phase: 6. Juli 2021
  • Letzte Möglichkeit der Produktbestellung: 8. Oktober 2021
  • Bestellungen sind ab dem 22. Oktober 2021 nicht mehr stornierbar
  • Letztes Versanddatum: 29. April 2022

Und was ist sonst so in der letzten Woche passiert? Wir fassen die wichtigsten Meldungen für euch in den GIGA Headlines zusammen: 

OLED-Switch und Mobile Games – GIGA Headlines

Hybrid-Chips von Intel: Das macht die Prozessoren so anders

Die besonders energieeffizienten Laptop-Chips wurden von Intel erst im Sommer des letzten Jahres offiziell vorgestellt und kommen unter anderem im Samsung Galaxy Book S und dem Lenovo ThinkPad X1 Fold zum Einsatz.

Im Gegensatz zu klassischen CPUs setzt Intel bei Lakefield auf eine Bau- und Operationsweise, die vor allem bei Smartphones verbreitet ist: das „big.LITTLE“-Prinzip. Dafür werden neben einigen leistungsstarken Rechenkernen auf den Lakefield-Prozessoren auch kleinere und energiesparendere Kerne verbaut. Auf diese Weise sollte die Akkulaufzeit der Notebooks verlängert werden.

An den Haken hängen wird Intel die Hybrid-Architektur jedoch nicht. Aktuell geht man davon aus, dass die kommenden Alder-Lake-Chips für Desktop und Notebooks ebenfalls auf eine Hybrid-Bauweise setzen. Zudem berichtet Anandtech, dass es sein könnte, dass Windows 11 deutlich besser mit dem neuartigen Chipprinzip für x86-Prozessoren umgehen kann als Windows 10.

Es bleibt abzuwarten, ob auch AMD an Chips mit ähnlicher Architektur arbeitet – oder ob sich der Underdog lieber weiterhin auf die Produktion klassischer CPUs fokussiert. GIGA hält euch auf dem Laufenden.