Sony scheint aktuell in Shopping-Laune zu sein. Nach dem Kauf von Returnal-Entwickler Housemarque folgt nun ein Spezialist für PC-Portierungen, der in Zukunft den PlayStation Studios angehört.

 

PlayStation 5

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Innerhalb von nur ein paar Tagen verkündet Sony den zweiten, möglicherweise sogar dritten Studio-Einkauf für die PlayStation Studios. Nachdem das schwedische Studio Housemarque, das mit dem PS5-Spiel Returnal kürzlich einen echten Volltreffer landen konnte, an Sony ging, folgt nun ein Experte für PC-Portierungen.

Ein Spezialist für PC-Ports von Konsolen-Spielen

Der Chef der PlayStation Studios, Hermen Hulst, verkündetet via Twitter den Kauf von Nixxes Software. Das Studio aus den Niederlanden blickt auf über 20 Jahre Erfahrung im Bereich von Plattform-Portierungen zurück, darunter PC-Versionen der Tomb-Raider-Spiele von Crystal Dynamics oder Deus Ex: Mankind Divided.

Welche konkreten Pläne Sony mit Nixxes hat, verrieten sie noch nicht. Die Vermutung, dass mehr PlayStation-Games ihren Weg auf den PC finden, liegt bei der bisherigen Arbeit von Nixxes allerdings nahe. Den Reaktionen unter Hulsts Tweet zeigen, dass sich viele Spieler über weitere PC-Ports von PlayStation-Spielen freuen würden.

Sollte sich der mögliche Kauf von Bluepoint Games als wahr herausstellen, scheint Sony aktuell Studios mit hoher technischer Expertise und viel Erfahrung kaufen zu wollen.

Originalmeldung vom 1. Juli 2021:

Sony kauft weiter Entwickler ein – rüstet sich zum Kampf mit Microsoft

Sony gibt weitere Studiokäufe bekannt, den einen ganz offiziell, den anderen eher aus Versehen. Es scheint, Sony versuche nach Microsofts milliardenschwerem Bethesda-Deal aufholen zu wollen, der Chef der PlayStation Studios verneint aber ein Wettrüsten mit der Konkurrenz.

Mit dem Kauf von Bethesda für 7,5 Milliarden Dollar hat sich Microsoft große Namen wie The Elder Scrolls, Fallout, Doom und auch das kommende Starfield für das eigene Spieleportfolio gesichert. Sony kündigte nun an, den schwedischen Entwickler Housemarque in die eigenen PlayStation Studios aufgenommen zu haben. Housemarque hat kürzlich mit Returnal einen echten Überraschungshit auf der PS5 gelandet.

Exklusivspiele für die PlayStation 5

Sony kauft Studios erfolgreicher PlayStation-Spiele

Mit Returnal traf Housemarque den Nerv bei vielen Fans des Rouguelike-Genres und mixte es mit Bullet-Hell-Elementen, einem spannenden Zeitschleife-Feature und einer mysteriösen Geschichte. In einem Blogpost gab der Chef der PlayStation Studios Hermen Hulst nun bekannt, dass Housemarque ein Teil der PlayStation-Familie wird. Das schwedische Studio hat mit der „Super Stardust“-Reihe (ausgenommen Teil 1), Resogun und Matterfall bereits diverse Spiele mit Sony als Publisher entwickelt.

Der Kauf von Housemarque ist nach Insomniac Games im Jahr 2019 die nächste Studioübernahme durch Sony. Für die Macher von Marvel's Spider Man und Ratchet & Clank zahlte der Konzern 229 Millionen Dollar.

Scheinbar hat Sony die Shopping-Tour noch nicht beendet, der offizielle japanische Twitter-Account postete aus Versehen ein Bild, mit dem die Remake-Experten Bluepoint Games bei Sony begrüßt werden sollten. Der Tweet wurde mittlerweile gelöscht, doch Twitter-Nutzer @nibellion konnte das Bild retten:

Bluepoint Games machten sich in der Vergangenheit mit den Neuauflagen von Demon's Souls, Shadow of the Colossus oder auch der Nathan Drake Collection von Uncharted einen Namen. Die Übernahme durch Sony ist allerdings noch nicht offiziell bestätigt.

„Kein Wettrüsten zum neuen Konsolenkrieg“

In einem Interview mit dem Magazin GQ sprachen Hermen Hulst und Housemarques Mitgründer Ilari Kuittinen über die Übernahme durch Sony. Die Frage, ob es sich um ein Wettrüsten mit Microsoft handle, verneinte Hermen Hulst. Er erklärte, dass Sony nicht einfach irgendwelche Studios kaufen würde, sondern dabei sehr gezielt vorgeht. Die Zusammenarbeit mit Housemarque bestünde schon lange und habe sich mit der Entwicklung des PS5-exklusiven Returnal noch verstärkt. Housemarque passe einfach zu Sony, der Kauf wäre ein natürlicher Schritt gewesen.

Die neuen Einkäufe sind also offiziell keine Kampfansage an Microsoft.