Streaming muss nicht immer gleich Video heißen. Sony Music will jetzt mit Inhalten des Europa-Labels neue Maßstäbe beim Audio-Streaming setzen und gibt sich bewusst nicht in Konkurrenz zu Spotify und Co. Obwohl das Programm viele Highlights bietet, gibt es noch einiges zu tun.

 

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Die Idee ist toll, an der Umsetzung gibt es noch das ein oder andere auszusetzen – so ließe sich das Fazit zum „Hörspiel Player“ des Hörspiel-Verlags Europa und Sony Music vorwegnehmen. Ein genauer Blick darauf, was man richtig macht und was nicht, lohnt sich aber bereits.

Sony Music und Europa bringen Kindheitserinnerungen zurück

Das Beste am Hörspiel Player ist ohne Frage das Programm: Mehr als 1.800 Titel soll es laut Europa geben, auf Kinder ausgelegt. Darunter sind die absoluten Highlights des Verlags, bei denen auch erwachsene Fans fündig werden: „Die drei Fragezeichen“ Justus, Peter und Bob sind mit dabei, neue wie alte Folgen. Dazu kommen die anderen Ermittler-Teams des Verlags „TKKG“ und „Fünf Freunde“. Für jüngere Kinder sind unter anderem Geschichten von „Bob der Baumeister“, „Peppa Pig“ und „Biene Maja“ enthalten.

Gerade in der Pandemie dürfte das Angebot auch für gern gesehene Abwechslung sorgen, Kinder wie Eltern etwas entlasten. Und dass man dafür die Kleinen nicht vor den nächsten Bildschirm setzen braucht, wird bei vielen Eltern gut ankommen. Sony hat insofern das richtige Angebot zu rechten Zeit. Auch beim Preis macht man es richtig, denn mit 5,99 Euro pro Monat ist das Angebot günstiger als bei Spotify und Co. Ein kostenloser Testzeitraum von 30 Tagen ist vorgesehen.

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Hörspiel Player: Großes Potenzial, viel Nachholbedarf

Was aber läuft (bisher) schief? Zum einen kann der Hörspiel Player bisher nur als App auf mobilen Geräten mit Android oder iOS genutzt werden. Desktop-Version, Alexa-Kompatibilität oder eine Browser-Variante sind bisher nicht vorgesehen. Laut Informationen von Golem.de können sich die Verantwortlichen aber solche Erweiterungen vorstellen.

Ein besonders großes Manko ist der fehlende Familien-Account. Wer mehrere Kinder hat, die gleichzeitig verschiedenes hören wollen, oder einfach regelmäßig andere Geräte nutzt, braucht ein zweites Abo und dann ist auch der Preisvorteil hinfällig.