Anzeige
Anzeige
Für Links auf dieser Seite erhält GIGA ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. GIGA
  2. Tech
  3. Mobility
  4. Tesla Cybertruck: Vom Preisversprechen bleibt nicht viel übrig

Tesla Cybertruck: Vom Preisversprechen bleibt nicht viel übrig

Der Tesla Cybertruck wurde ersten Kunden in Texas übergeben. (© IMAGO / USA TODAY Network)

Mit rund zwei Jahren Verspätung sind die ersten Tesla-Kunden in den Genuss ihres neuen Cybertruck gekommen. Wie groß der Genuss tatsächlich ist, bleibt aber zweifelhaft. Denn der Elektro-Pick-up hält kaum, was CEO Elon Musk seit Jahren immer wieder verspricht. Kunden kriegen das vor allem beim Preis zu spüren.

 
Tesla
Facts 

Cybertruck: Teslas Pick-up startet mit saftiger Preiserhöhung

Der Cybertruck ist da. Mit einer ungewohnt überschaubaren Release-Feier ist der erste vollelektrische Pick-up von Tesla auf den Markt gestartet. Eine Hand voll erster Kunden konnte an der Gigafactory in Austin, Texas auch gleich ihren Cybertruck in Empfang nehmen. Seit dem geplanten Produktionsstart Ende 2021 ist es damit nun nach rund zwei Jahren Ungewissheit endlich soweit.

Anzeige

Kunden und Tesla-Fans müssen sich jedoch mit einem doppelten Rückschlag abfinden. Denn der Cybertruck hält bei weitem nicht die hoch gesteckten Ziele, die Elon Musk bei der Ankündigung 2019 aufgerufen hatte. Das geht beim Preis los. Das Basismodell sollte eigentlich für unter 39.900 US-Dolllar zu haben sein. Es sind nun mindestens 10.000 Dollar mehr – und der Start des günstigsten Modells ist auch frühestens 2025 zu erwarten (Quelle: Golem).

Aktuell bietet Tesla drei Modelle an, das günstigste startet mit einem Preis von 60.990 Dollar. Es kommt mit Hinterradantrieb und beschleunigt auf 100 km/h in 6,7 Sekunden – eine stolze Zeit für so einen Koloss wie den Cybertruck:

Tesla zeigt seinen Cybertruck
Tesla zeigt seinen Cybertruck

Für mehr Geld ist noch mehr drin: Allradantrieb gibt es ab der aktuell mittleren Version, die ab 79.990 Dollar angeboten wird. Rund 750 PS beziehungsweise 550 kW Leistung birgt der mittlere Cybertruck. Der Sprint auf 100 ist damit in 4,3 Sekunden erledigt.

Anzeige

Wofür Tesla steht, spielt beim Cybertruck keine Rolle mehr

Topmodell ist das sogenannte „Cyberbeast“. Der Name passt in jeder Hinsicht – nur nicht bei der Reichweite. 800 km hatte Musk ursprünglich in Aussicht gestellt. Jetzt schafft das Flaggschiff nach Herstellerangaben maximal 515 km, wie zuvor schon durchgesickert war. Allradantrieb ist auch hier gesetzt, im Gegensatz zum günstigeren Modell gibt es aber gleich drei E-Motoren, die für über 1.000 PS sorgen.

Anzeige

In 2,7 Sekunden schießt der stärkste Cybertruck aus dem Stand auf 100 km/h – das ist Sportwagen-Liga und umso beeindruckender beim Gewicht von rund 3 Tonnen. Bestialisch ist aber auch der Preis: 99.990 Dollar ruft Tesla auf. Ursprünglich sollte die Top-Version 70.000 Dollar kosten.

Auch bei der Reichweite der anderen Modelle hat Tesla sich nicht mit Ruhm bekleckert. Am weitesten kommt die mittlere Preiskategorie mit 547 km, der aktuelle Einsteiger-Cybertruck muss mit 402 km zurechtkommen. Optional soll es später auch einen Range-Extender für den Cybertruck geben. Der Zusatzakku kann auf der Ladefläche montiert werden und soll weitere rund 200 km Reichweite ermöglichen. Der Aufpreis dafür ist nicht bekannt.

Insgesamt liefert Tesla nach der immensen Verspätung nicht gerade überzeugende Werte. Bei rund 1 Million Vorbestellungen könnte der Cybertruck trotzdem ein Erfolg werden – sofern die Kunden nicht bei dieser Preisexplosion in Scharen abspringen.

Anzeige