Google: Suchverlauf deaktivieren im Browser und Handy – so geht’s

Marco Kratzenberg

Google zeichnet jede Suchanfrage im Internet auf und ordnet sie sogar einer Person zu, wenn sie ein Google-Konto hat. Ihr könnt den Suchverlauf in den Google-Einstellungen deaktivieren. GIGA zeigt euch, wie’s geht.

Natürlich kann man im Browser den Suchverlauf löschen und wenn es sich um Google dreht, könnt ihr dort ganz gezielt löschen, was ihr bei Google gesucht habt. Das ist hilfreich, wenn niemand aus der Familie mitkriegen soll, was ihr zuletzt gesucht habt. Doch wenn ihr nicht wollt, dass die Suchmaschine alles speichert, was ihr jemals gesucht habt, dann solltet ihr bei Google den Suchverlauf deaktivieren. Das ist ganz einfach.

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Google ist doof: 7 Beispiele für Suchmaschinen-Fails.

Am PC: Im Browser den Suchverlauf von Google deaktivieren

Wenn ihr die vorgegebenen Einstellungen nie geändert habt, zeichnet Google nicht nur den Suchverlauf auf, sondern alle Web- und App-Aktivitäten, auf die es Zugriff hat. Das soll (angeblich) die Relevanz eurer Suchergebnisse verbessern und bei der Personalisierung helfen. Oder anders ausgedrückt: Google weiß, was ihr tut und anguckt, und kann euch daraufhin immer passende Werbung vorsetzen! Deaktivieren lässt sich Verhalten im Google-Konto.

So wird der Google-Suchverlauf deaktiviert:

  1. Öffnet einen Browser und ruft die Seite mit den Google-Suche-Aktivitäten auf, um eure Einstellungen dort zu verwalten. Eventuell müsst ihr euch dort zuerst anmelden.
  2. Die relativ simple Seite zeigt euch an, ob Google eure Aktivitäten derzeit im Internet und in den Google-Apps aufzeichnet.
  3. Sind sie aktiviert, seht ihr das an einem blauen Haken und dem Satz „Web- & App-Aktivitäten sind aktiviert“.
  4. Um die Aktivitäten und den Suchverlauf zu deaktivieren, klickt auf den Link „Einstellung ändern“.
  5. Daraufhin öffnet sich ein neues Fenster. Dort seht ihr einen blau markierten Schalter neben dem Titel „Web- & App-Aktivitäten“. Klickt darauf, um den Suchverlauf auszuschalten.
  6. Jetzt poppt ein Fenster auf, das euch erklärt, was diese Deaktivierung bedeutet. Klickt ganz unten auf „Pausieren“. Daraufhin wird der Schalter grau.

Wenn ihr nun auf die Ausgangsseite zurückgeht, seht ihr auch dort, dass die Google-Aufzeichnung eurer Aktivitäten pausiert wird. Rechts daneben könnt ihr noch festlegen, ob und wann eure Aufzeichnungen automatisch gelöscht werden sollen.

Kennt ihr schon die Suche mit Google Lens?

Google Lens: Suche, was du siehst.

Den Google-Suchverlauf am Smartphone deaktivieren

Den Google-Suchverlauf zu deaktivieren, ist eine Konto-weite Einstellung. Wenn das bereits einmal geschehen ist, gilt es für euer Konto auf allen verwendeten Geräten. Die Einstellung erfolgt auch am Smartphone in einem „Browserfenster“. Am einfachsten geschieht das direkt über die Google-Suche-App.

Google-Suchverlauf im Handy deaktivieren:

  1. Öffnet die App für die Google suche oder ruft alternativ die Webseite mit den Such-Aktivitäten im Browser auf.
  2. In der Such-App tippt rechts auf „Mehr“ und anschließend auf „Suchaktivitäten“. Dann landet ihr auf derselben Seite.
  3. Dort seht ihr, ob eure „Web & App Aktivitäten“ pausiert oder aktiv sind.
  4. Zur Umschaltung tippt auf „Einstellung ändern“.
  5. Ist die Aufzeichnung aktiv, sehr ihr im nächsten Fenster einen blauen Schalter. Schaltet ihn um, damit die Aufzeichnung des Google-Suchverlaufs deaktiviert wird.
  6. Nach einer Sicherheitsabfrage wird nun euer Suchverhalten nicht mehr gespeichert, wenn ihr mit diesem Konto unterwegs seid.

Wie gesagt: Diese Umschaltung gilt immer dann, wenn ihr mit dem Konto angemeldet seid. Was Google mit euren Sucheingaben macht, wenn ihr unangemeldet sucht, ist eine ganz andere Sache. Außerdem hat das nichts damit zu tun, was euer Browser speichert, wenn ihr im Internet surft oder etwas bei Google eingebt. Um das zu verhindern, müsst ihr dafür sorgen, dass der Suchverlauf im Browser gelöscht wird, wenn ihr den Browser schließt. Sonst zeichnet Google zwar nichts auf, aber eure Freundin braucht bloß die Google-Suche zu öffnen, um zu sehen, was ihr da zuletzt eingegeben habt.

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