„Celine Dion tot“-Meldung bei Facebook, Twitter und Co.: Vorsicht bei Todesmeldungen im Netz

Martin Maciej

Besonders in sozialen Netzwerken wie Facebook verbreiten sich Meldungen und vermeintliche Nachrichten blitzschnell, ohne dass eigentlich eine Quelle oder der Ursprung geprüft wird. So kommt es auch regelmäßig vor, dass prominente Personen als verstorben erklärt werden, obwohl diese quicklebendig sind. Bekannte Beispiele sind etwa der angeblich tote Bud Spencer oder Michael Schumacher, der nach seinem Unfall regelmäßig für Tod erklärt wird.

Ähnlich verhält es sich mit dem Beispiel von Celine Dion. Bereits seit längerer Zeit geistern verschiedene Status-Meldungen durch das soziale Netzwerk, nach denen Celine Dion gestorben sein soll. Hierbei handelt es sich allerdings um nichts anderes als ein Fake. Bei solchen Meldungen werden nicht nur falsche Nachrichten verbreitet, vielmehr können diese Fake-Nachrichten Schaden auf Rechnern unwissender PC-Nutzer anrichten.

Hoaxes auf Facebook.

Celine Dion tot? Vorsicht vor Fake-News bei Facebook und Co.

Neben Facebook ist auch Twitter eine Brutstätte für Todesmeldungen bekannter Persönlichkeiten. So stammt auch das jüngste Gerücht über Celine Dions Tod aus dem Mikro-Blogging-Netzwerk. Besonders bei Facebook sind solche sensationellen Fake-Meldungen eine Masche, um Likes zu erhaschen oder gar Konten von Facebook-Nutzern zu plündern. Häufig gibt es erst Zugang zur entsprechenden Meldung, nachdem man eine bestimmte Seite geliket und den Beitrag geteilt hat. Die Gefahren der angeblichen „Todes“-Nachrichten bei Facebook und Co.:

  • Häufig wird man lediglich auf eine Webseite weitergeleitet, die es einem ermöglicht, eigene Fake-News zu erstellen. Der Seitenbetreiber generiert so mit einem simplen Mittel Klicks für sein Webangebot.
  • In ernsteren Fällen wird die Neugier des unbedarften Facebook-Users allerdings bestraft. So können über Umwege etwa durch Facebook Viren eingeschleust werden.
  • Bestimmte Fake-Newsseiten verlangen, dass man an einer Umfrage teilnimmt, ein zusätzliches Programm herunterlädt oder einen fingierten Like-Button drückt, um die entsprechende Meldung lesen zu können.
  • Über die Umfrage läuft man Gefahr, in eine Abo-Falle zu tappen, in harmloseren Fällen finanziert man lediglich die entsprechende Webseite durch die Teilnahme an der Umfrage.
  • Bei anderen Seiten wird man über den Klick auf die Meldung auf gefälschte Webseiten weitergeleitet. Über diese Seite wird z. B. verlangt, dass man sich erneut bei Facebook einloggt. Dabei handelt es sich allerdings nur um eine nachgebaute Facebook-Login-Maske, im Hintergrund werden die Facebook-Zugangsdaten an Cyber-Kriminelle weitergeleitet.
  • In anderen Fällen werden durch das Betätigen eines gefaketen Like-Buttons automatisch Status-Meldungen auf der eigenen Pinnwand-Chronik geteilt.

Meldungen über den Tod von Celine Dion verbreiten Viren, Klickfallen und mehr

Beim Download eines zusätzlichen Programms oder Klicken des gefälschten Like-Buttons sind die Gefahren noch größer. So liest man zwar die gefälschte Meldung über Celine Dions Tod, holt sich aber gleichzeitig Viren und Trojaner auf die Festplatte oder ermöglicht es Cyber-Angreifern, das eigene Facebook-Profil auszulesen, die Freundesliste mit Nachrichten zu bombardieren und mehr.

Nicht nur beim Tod von Celine Dion gilt es daher, die Quellen zu überprüfen, keine unbekannten Seiten aufzurufen und auch keine Facebook-Meldungen unbekannter Seiten weiterzuteilen. Nicht nur bei Todesmeldungen von Celine Dion gilt das Abraham Lincoln-Zitat: „Das Problem mit Zitaten im Internet ist, dass man nie weiß, ob sie echt sind.“

Lest bei uns auch, wie man sich vor geklonten Facebook-Profilen schützen kann.

Bildquellen: Featureflash / Shutterstock.com, JStone / Shutterstock.com

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