Werbeblocker für Android: Damit klappt’s

Marco Kratzenberg 12

Einen guten Werbeblocker für Android zu finden, ist gar nicht so leicht. Es gibt Apps, die auch in anderen Apps die Werbung blocken, doch die kosten Geld und funktionieren nur auf bestimmten Android-Smartphones. Aber mit ein paar Tricks könnt ihr das Internet werbefrei nutzen.

Es gibt verschiedene Ansätze bei den Werbeblockern für Android.

  • Einige Hersteller vertreiben eigene Browser, mit denen man werbefrei Webseiten aufrufen kann. Da weiß aber niemand genau, wie es mit der Sicherheit und Serviceupdates aussieht.
  • Ihr könnt Firefox für Android benutzen. Dieser Browser lässt sich mit Add-ons in seinen Funktionen erweitern – und dazu gehören auch Adblocker für Android. Wenn Android als Standard-Browser definiert ist, wird damit auch Werbung in Apps wie Google News blockiert.
  • Für zahlende Kunden gibt es eine App namens Adhell, die früher einmal kostenlos war. Sie funktioniert am besten auf Samsung-Smartphones und nutzt Samsung Knox, um den Großteil der Werbung in allen Apps auszublenden.
  • Die App GENIE Security erzeugt ein VPN, durch das eure Internetverbindung läuft. Es sorgt gleichzeitig als Filter für Malware und Webtracking. Außerdem fungiert es als Werbeblocker für all eure Apps mit Internetverbindung.
  • Wenn ihr sogenannte „Facebook-Wrapper“ wie etwa „Metal“ nutzt, könnt ihr unter Android Facebook-Werbung deaktivieren. Diese Apps werden statt der normalen Facebook-App gestartet und zeigen euch die mobile Webseite von Facebook aufbereitet und werbefrei an. Ähnliche Apps gibt’s auch für Instagram.
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23 absurde Beispiele, warum Influencer keine Werbung machen sollten.

Welche Werbeblocker für Android sind wirklich empfehlenswert?

Wenn ihr einen generellen Adblocker für Android sucht, der die Werbung überall effektiv ausschaltet, dann müssen wir euch enttäuschen. Nachdem Sowohl Adhell als auch GENIE Security funktionieren nicht richtig. Adhell war mal sehr gut und verspricht für die Zukunft neue Features, aber derzeit ist es nicht zu empfehlen. Es gibt noch ein „AdBlock Plus für Android“, das wir weiter unten vorstellen. Aber das ist kompliziert in der Installation.

Auch die ganzen Adblock-Browser oder Adblocker speziell für „Samsung Internet“ sind nur Behelfslösungen, die sich neben hochentwickelten und gut konfigurierbaren Browsern nicht behaupten können.

Wenn es um Webseiten geht, dann ist die Kombination aus Firefox für Android und das Adblock-Plugin uBlock Origin empfehlenswert. Vor allem, weil uBlock Origin sich nicht dafür bezahlen lässt, von einigen Anbietern doch Werbung anzuzeigen. Ist Firefox der Standardbrowser, so wird auch Werbung in der Webseitenanzeige von Google News blockiert. Firefox bekommt die gleichen Sicherheitsupdates wie die Desktop-Version und kann mit zahlreichen Add-ons personalisiert und aufgerüstet werden. Die Datenbanken von uBlock Origin werden ebenfalls regelmäßig aktualisiert.

Installiert zuerst Firefox und anschließend besorgt ihr euch unter „Add-ons“ uBlock Origin. Danach seid ihr nahezu werbefrei im Internet unterwegs.

Mit „Maki für Facebook & Twitter“ könnt ihr Facebook werbefrei und ohne die vielen nervigen Einblendungen genießen. Außerdem lässt sich diese App auch für euren Instagram-Account nutzen. Maki ist, ähnlich wie die Apps „Swipe“ oder „Metal“, eine App, die in einer eigenen Oberfläche die mobilen Webseiten aufruft und gleichzeitig einige (einstellbare) Inhalte ausblendet. Außerdem saugen diese Apps wesentlich weniger Akkuleistung ab, als es die originale Facebook-App tut.

Maki für Facebook & Twitter
Entwickler:
Facebook
Preis: Kostenlos
Metal for Facebook
Entwickler:
Facebook
Preis: Kostenlos
Swipe for Facebook
Entwickler: Happening Studios
Preis: Kostenlos

Seit einiger Zeit gibt es „AdBlock Plus für Android“, allerdings nicht im Google Play Store. Diese App muss manuell auf dem Smartphone installiert werden, wozu unter anderem das Zulassen von Apps aus fremden Quellen nötig ist. Auch die Einrichtung auf dem Handy ist etwas umständlicher. Danach fungiert sie allerdings als globaler Werbeblocker für Android, dessen Filter in allen Apps funktionieren sollte. Allerdings müsst ihr diese App als Proxy für eure Verbindung einrichten, wobei dann alle Online-Daten durch die App geladen werden. Was der Anbieter dabei abgreift, ist nur für Experten feststellbar. Also Vorsicht!

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