Immersiv - Was heißt das eigentlich? Leicht erklärt

Selim Baykara

„Immersiv“ ist ein Wort, das man im Zusammenhang mit Spielen relativ häufig hört, meistens als Beschreibung von besonderen Eigenschaften eines Spiels. Aber welche sind das eigentlich? Und was heißt „immersiv“ genau? In unserem Ratgeber erklären wir euch die Bedeutung des Ausdrucks.

„Dieses Spiel ist sehr immersiv“. Ein Satz, den sicherlich jeder schon mal gelesen hat, der sich häufiger in Community-Foren aufhält oder regelmäßig Spiele-Reviews liest. Gerade in den letzten Jahren wird der Ausdruck geradezu inflationär verwendet, so dass man manchmal das Gefühl hat, dass fast jedes Spiel heutzutage „immersiv“ ist. Nur ein kurzlebiger Trend - oder steckt da mehr dahinter?

Welche Spiele sind besonders immersiv? Wir haben unsere Spielesammlung durchgeschaut: 

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Vorsicht: Diese 10 immersiven Spiele machen süchtig und ziehen dich komplett in ihre Welt.

Was heißt „immersiv“ ? Leicht erklärt

Das Wort „immersiv“ leitet sich vom englischen Begriff „immersion“ her, was auf Deutsch so viel wie „Eintauchen“ oder „Vertiefung in eine Sache“ bedeutet. Das Wort ist eine Erfindung des 20. Jahrhunderts und beschreibt den Effekt, den virtuelle oder fiktionale Welten auf den Betrachter haben: Die Wahrnehmung in der realen Welt vermindert sich und der Betrachter identifiziert sich zunehmend mit der fiktiven Welt, er taucht sozusagen komplett in die Scheinwelt ein.

TLOU Screenshot

Das davon abgeleitete Adjektiv „immersiv“ bezeichnet Eigenschaften, die genau diesen Effekt hervorrufen. In Computerspielen zählen dazu vor allem:

  • Stimmigkeit und innere Geschlossenheit der fiktiven Umgebung
  • Realistisches Verhalten von computergesteuerten Figuren
  • Vielfältige Möglichkeiten mit der Spielwelt zu interagieren
  • Hoher grafischer Detailgrad

Erfüllt ein Spiel diese Eigenschaften ist es „immersiv“ - der Spieler vergisst die reale Welt um sich herum und taucht komplett ins Spiel ein. Die virtuelle Umgebung wird für die Dauer des Spiels zur Primär-Realität - ähnlich wie in einem Traum. Dabei ist natürlich egal, ob die Spielwelt den Gesetzmäßigkeiten unserer eigenen Welt folgt - ansonsten würde niemand Fantasy-Spiele wie Skyrim als immersiv bezeichnen. Wichtiger für die Illusion ist die innere Logik und Geschlossenheit der simulierten Umgebung.

Welche Spiele sind besonders immersiv?

Der Ehrlichkeit halber muss man anmerken, dass Immersion letztlich natürlich subjektiv ist. Was der eine als extrem immersiv empfindet, findet der nächste komplett lächerlich. Dennoch gibt es einige Spiele, die immer wieder als besonders immersiv angeführt werden. Hier eine kleine Auswahl:

Bei allen Unterschieden haben diese Spiele eine Sache gemeinsam: Sie verfügen über extrem ausgearbeitete und in sich stimmige Welten, die es dem Spieler leicht machen, in die virtuelle Realität einzutauchen. Die Assassins-Creed-Serie spielt sogar bewusst mit dem Konzept, indem sie den Avatar des Spielers zum Teil einer Simulation macht - quasi doppelte Immersion.

Warum ist „immersiv“ so ein Modewort?

Dass Immersion in den letzten Jahren zum Trend wurde, ist sicherlich kein Zufall: Vermutlich hängt es damit zusammen, dass inzwischen viele Spiele versuchen, immer ausgefeiltere, detailliertere und größere virtuelle Umgebungen zu simulieren. Der Trend zu Open-World-Spielen ist ungebrochen und in dieser Sorte Spiel geht es ausdrücklich darum, dass der Spieler komplett in die Scheinwelt eintaucht.

Auch andere Spiele folgen diesem Trend: Waren Action-Spiele früher abstrakte Angelegenheiten, in denen man pixelige 2D-Raumschiffchen durch virtuelle Asteroiden-Felder steuerte, sieht man beim neuesten Tomb Raider jede Schweißperle auf der Haut der Heldin. Wenn nächstes Jahr die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift auf den Markt kommt, dürfte sich diese Entwicklung sogar noch weiter beschleunigen. Logischer Endpunkt des Ganzen ist dann das aus Star Trek bekannte Holo-Deck - aber bis es soweit ist, dauert es vermutlich noch eine ganze Weile.

Bildquellen: Sony, Bethesda, Eidos

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