Wie lange sind Gutscheine gültig?

Martin Maciej

Gutscheine sind häufig eine sinnvolle Geschenkidee, wenn man nicht genau weiß, was verschenkt werden soll. Zudem bieten sich Guthabenkarten oft als Last-Minute-Geschenk an, wenn man dann doch vergessen hat, etwas Spannendes zu besorgen. Doch wie lange sind Gutscheine eigentlich gültig?

Oft genug werden verschenkte Gutscheine nicht sofort eingelöst, sondern landen zunächst in der Schublade. Um nicht mit einem ungültigen Wertgutschein beim Händler zu stehen, sollte man die Gültigkeit des Gutscheins im Hinterkopf behalten. Neben der Antwort auf Frage, wie lange ein Gutschein gültig ist, erfahrt ihr in unserem Ratgeber zudem, ob man Gutscheine in bar auszahlen lassen kann und ob Gutscheine verfallen dürfen.

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Gutscheine und ihre Gültigkeit

Tatsächlich kann die Gültigkeit eines Gutscheins beschränkt werden. Habt ihr demnach eine alte Guthabenkarte, solltet ihr euch informieren, wann diese ausgestellt wurde, bevor ihr damit bezahlen wollt.

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    Gutscheine sind gültig, solange sie nicht älter als drei Jahre sind (§§ 195, 199 BGB).
  • Die Verjährungsfrist beginnt zum Ende eines Jahres.
  • Habt ihr also einen Gutschein in diesem Jahr gekauft oder bekommen, endet die Gültigkeit Ende 2019.
  • Zum Ende 2016 solltet ihr alle Gutscheine eingelöst haben, die 2013 ausgestellt wurden.
  • Diese Gültigkeitsspanne gilt für Gutscheine, auf denen keine Frist vom Aussteller vorgegeben wurde.
  • Ausgenommen von der 3-Jahres-Regel sind Gutscheine, die von Geschäften gratis ausgegeben wurden.
  • In der Regel muss eine Guthabenkarte mit einem bestimmten, aufgeladenen Wert nicht auf einen Schlag eingelöst werden. Gutscheine für Amazon, Media-Markt-Guthabenkarten und ähnliche Wertkarten können also auch gestückelt eingesetzt werden.
  • Setzt der Händler eine Frist für den Gutschein, muss diese mindestens ein Jahr betragen.
  • Kürzere Fristen sind laut OLG München nicht zulässig. Ausgestellte Gutscheine mit Fristen unter einem Jahr fallen daher automatisch unter die gesetzlich vorgeschriebene Verjährungsfrist von drei Jahren.
  • Wurde der Gutschein jedoch für einen konkreten Anlass, z. B. ein Konzert oder eine Theatervorstellung ausgestellt, verfällt dieser, wenn das Event bereits gelaufen ist und der Gutschein nicht eingelöst wurde.
  • Eine Barauszahlung von Gutscheinen bzw. Restwerten ist nicht möglich.
  • Eine Ausnahme liegt vor, wenn der Gutschein auf ein bestimmtes Produkt ausgeschrieben ist und dieses nicht mehr verfügbar ist.
  • Nach §807 BGB kann ein Gutschein von Jedem eingelöst werden. Auch, wenn der Gutschein für eine bestimmte Person ausgestellt ist, kann dieser von anderen eingelöst werden, wenn der Gutschein vorgelegt werden kann.
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Können Gutscheine ablaufen?

Bei Gutscheinen mit einer gesetzten Frist kann der Anbieter die Einlösung gegen eine Ware oder eine versprochene Dienstleistung verweigern. Auch hier gilt allerdings die 3-Jahres-Frist. Laut § 812 BGB kann der Gutschein dann in bar ausgezahlt werden. Allerdings muss der Verkäufer dann nicht mehr den vollen Gutscheinwert auszahlen, sondern darf einen potentiellen, entgangenen Gewinn einbehalten. Dieser wird in der Regel mit rund 15 und 25 Prozent berechnet.

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Schlecht sieht es hingegen aus, wenn das Geschäft, welches den Gutschein ausgestellt hat, inzwischen Pleite gegangen ist. In diesen Fällen verfällt der Gutschein. Eine Ausnahme liegt hier vor, wenn der Laden durch einen Rechtsnachfolger weitergeführt wird. Zudem ist der Gutschein in anderen Filialen einer Kette gültig. Ausgenommen sind jedoch Franchise-Unternehmen, die von unterschiedlichen Inhabern selbständig geführt werden.

Bildquelle: Ditty_about_summer, Brian A Jackson, altafulla

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