Obwohl Google Chrome der mit Abstand beliebteste Browser ist, hat das Programm schon seit Jahren mit einem riesigen Problem zu kämpfen. Dank der Hilfe von Microsoft ist dieses jedoch bald Geschichte. 

 

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RAM-Fresser Google Chrome: Beliebter Browser bekommt „Magenverkleinerung“

Wer ein Laptop mit wenig Arbeitsspeicher sein Eigen nennt, Chrome nutzt und gerne mal ein paar Tabs mehr als der Durchschnitt offen hat, kennt das Problem: In Windeseile füllt sich der RAM bis zum Anschlag. In dieser Hinsicht agiert Google Chrome wie die Programme von Adobe. Wenn sie auch nur die kleinste Menge an freien Arbeitsspeicher wittern, wird er sich ruckzuck einverleibt. Will man nun weitere Programme starten, kann das zu kurzen Slow-Downs führen – das System fühlt sich langsam an.

Doch Chromes RAM-Sucht soll bald Einhalt geboten werden. Wie WindowsLatest berichtet, hat Microsoft einige Änderungen an Windows 10 mit dem neuen Mai-Update vorgenommen, die nun auch dem beliebten Browser zugutekommen.

Dank einigen Verbesserungen an der Funktion „SegmentHeap“ können nun auch Win32-Apps von dem Feature Gebrauch machen. Die moderne Form der RAM-Verwaltung sorgt unterm Strich dafür, dass Programme weniger Arbeitsspeicher in Anspruch nehmen, darunter auch Google Chrome.

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So haltet ihr Google Chrome stets aktuell:

Google Chrome aktualisieren (Video-Tutorial)

Wie groß der Unterschied ausfallen kann, zeigt Microsoft an einem hauseigenen Beispiel: dem neuen Edge-Browser. Durch die Verwendung von SegmentHeap konnte der RAM-Verbrauch des auf Chromium basierenden Browser um satte 27 Prozent gesenkt werden.

Auch Google schien von den Ergebnissen fasziniert zu sein und kündigte prompt an, dass ihr Browser die neue Funktion ebenfalls für Windows-PCs mit der Version 2004 oder neuer unterstützen wird. Die zugehörige Option muss jedoch vorab über einen Opt-in aktiviert werden.

Google Chrome: Wie viel RAM kann nun eingespart werden?

Die Frage, um wie viel Prozent sich nun die RAM-Auslastung dank SegmentHeap reduzieren wird, konnte zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht klar beantwortet werden. Nach einigen ersten Experimenten gibt sich Google jedoch optimistisch:

„Experimente (...) lassen vermuten, dass dadurch auf einigen Rechnern unter anderem Hunderte von MB in den Browser- und Netzwerkdienstprozessen eingespart werden könnten. Die tatsächlichen Ergebnisse werden sehr unterschiedlich ausfallen, wobei die größten Einsparungen bei Mehrkernmaschinen erzielt werden.“

Wann genau man mit der Implementierung der neuen Funktion rechnen kann, ließ Google ebenfalls unbeantwortet. Sollte es neue Informationen hierzu geben, wird euch GIGA auf dem Laufenden halten.

Robert Kohlick
Robert Kohlick, GIGA-Experte für Gaming-Hardware, -PCs und -Laptops.

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