Chrome war bisher für Nutzerinnen und Nutzer eines MacBooks eher die zweite Wahl. Wesentlich effizienter war Safari. Doch jetzt legt Google endlich nach und spendiert dem hauseigenen Browser für den Mac eine mehr als überfällige Aktualisierung.

Chrome mag weltweit unter den Browsern die Nummer 1 sein, auf dem MacBook solltet ihr bisher aber lieber Safari verwenden. Apples Browser verbraucht nämlich weit weniger Arbeitsspeicher und frisst somit auch weniger Strom. Ergo: Wer mobil mit Safari statt mit Chrome surft, dessen MacBook hält länger durch und muss nicht so schnell wieder „betankt“ werden.

Chrome vs. Apples Safari: Google bessert für MacBook-Nutzer nach

Jetzt bessert Google jedoch nach und ergänzt Chrome um zwei wichtige neue Funktionen, um gegenüber Safari wieder aufzuholen. Ausgerollt werden beide Features in den kommenden Wochen sukzessive ganz automatisch (Quelle: MacRumors).

Da hätten wir zunächst den neuen Arbeitsspeicher-Sparmodus. Bei dem deaktiviert Chrome ganz einfach die Tabs, die ihr längere Zeit nicht verwendet habt. Dies spart Arbeitsspeicher. Die inaktiven Tabs bleiben jedoch sichtbar und werden bei Benutzung dann wieder automatisch aktualisiert. Klingt ein wenig nach Apples Speicherverwaltung auf dem iPhone, bei dem inaktive Apps ressourcenschonend im Hintergrund „geparkt“ werden.

Auf diesen Power-Maschinen „darf“ jetzt auch Chrome im Akku-Betrieb laufen:

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Ebenso verfügbar auf Chrome ist der neue Energiesparmodus. Wird der aktiviert, reduziert Chrome die Bildaufnahmerate, weitere Hintergrundaktivitäten und visuelle Effekte, um so die Akkulaufzeit des MacBooks zu verlängern. Chrome verwendet den Energiesparmodus dann wahlweise automatisch, wenn der Rechner auf Batteriebetrieb läuft oder aber wunschweise auch nur, wenn der Akkustand unter 20 Prozent Kapazität fällt.

Gut für Nutzerinnen und Nutzer zu wissen: In einem neuen Support-Dokument erklärt Google nochmals die Funktionsweise und wie man beide Features gezielt aktiviert beziehungsweise deaktiviert.

Mobiler Betrieb mit Chrome jetzt eine Alternative

Unsere Einschätzung: Zeit wird’s, denn Chrome gehört auf jedem Mac tatsächlich zu den Apps, die für sich die meisten Ressourcen beanspruchen. Anwender hatten im mobilen Betrieb keine wirkliche Wahl und mussten zu Safari greifen. Künftig jedoch bringt sich Google wieder ins Spiel und bisher verprellte Nutzer sollten Chrome in der Praxis vielleicht doch noch eine Chance geben.