Nachdem AMD Intel zuletzt den Titel des Gaming-Königs abluchste, schlägt Intel nun mit einem neuen Prozessor zurück. Erste Benchmarks zeigen ein vielversprechendes Ergebnis. Dabei macht der Chip im Vergleich zum Vorgänger sogar einen Schritt zurück. 

Neuer Prozessor von Intel: i9-Chip kann AMD-Modell in Gaming-Benchmarks abhängen

Als AMD im vergangenen Jahr seine neuen Ryzen-5000-Prozessoren präsentierte, dürfte Intel das Herz ordentlich in die Hose gerutscht sein. Denn nicht nur schaffte es der einstige Underdog seinen Vorsprung in produktiven Anwendungen weiter auszubauen, sondern konnte Intel auch in seiner Paradedisziplin schlagen: Gaming.

Nun schlägt Intel jedoch zurück. Auf der diesjährigen CES zeigte Intel erste Benchmarks seines neuen Flaggschiff-Prozessors, dem Core i9-11900K:

Intels Gaming-Benchmarks in der Übersicht. (Bild: Intel)

Getestet wurde die Performance in den Spielen wie Total War: Three Kingdoms, Gears 5, Metro Exodus, Cyberpunk 2077, Watchdogs: Legion, Far Cry: New Dawn und Assassin's Creed: Valhalla auf hohen Grafikeinstellungen und Full-HD-Auflösung. Unterm Strich schneidet der neue Intel Core i9-11900K in den Benchmarks 4,4 Prozent besser ab als der AMD Ryzen 9 5900X.

In jüngster Vergangenheit hatte Intel nicht viel zu lachen. Wie AMD es binnen kürzester Zeit schaffte, dem Branchenprimus die Stirn zu bieten, verraten wir euch im Video:

AMD vs. Intel: Wie sich Intel die Butter vom Brot klauen lässt

Technische Daten und Starttermin: Alle Infos zum neuen Intel-Prozessor

Obwohl die Spieleleistung steigt, bietet der Rocket-Lake-Prozessor nur noch 8 Rechenkerne. Zum Vergleich: Der i9-10900K hatte noch 10, AMDs Ryzen-9-Prozessor kann sogar auf 12 separate Kerne zurückgreifen.

Intel verspricht, dass die IPC-Performance im Vergleich zur Vorgängerarchitektur um 19 Prozent gestiegen ist, den Sprung auf 10nm hat man jedoch immer noch nicht vollzogen. Auch die Rocket-Lake-Chips werden wieder im 14-nm-Verfahren gefertigt, bieten dafür jedoch erstmals PCIe-4.0-Unterstützung.

AMD vs. Intel – in unserer Top 10 liefern sich die Branchenveteranen einen harten Schlagabtausch:

Intel scheint mit Rocket Lake wieder einige Altlasten mit sich herumzutragen. So peilt der neue Spitzenprozessor wieder eine TDP von 125 Watt an, kann unter Last jedoch bis zu 250 Watt verbrauchen. Dagegen wirken die AMD-Chips schon fast wie echte Stromsparer.

Trotz allem heißt das am Ende, dass Intel sich die Gaming-Krone im März 2021 höchstwahrscheinlich wieder zurückholen wird – zu diesem Zeitpunkt sollen die neuen Prozessoren auf den Markt kommen.