Erste Leaks und Gerüchte zeigen: Nvidias neue Grafikkarten scheinen echte Leistungs-Monster zu werden. Doch diesen Umstand wird sich der Grafikkartenhersteller auch ordentlich versilbern lassen. Potenzielle Kunden sollen mächtig zur Kasse gebeten werden. Die neuen Modelle werden also noch besser, aber auch noch teurer. 

 

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So teuer wie noch nie: Nvidias neue Grafikkarten werden kein Schnäppchen

Am 1. September ist es endlich soweit. An diesem Datum wird Nvidia voraussichtlich seine neuen RTX-3000-Grafikkarten offiziell vorstellen. Bislang ist schon einiges über die nächste GPU-Generation bekannt. So werden die High-End-Karten wahrscheinlich so groß wie noch nie, verbrauchen eine Unmenge an Strom, dürften die aktuellen Modelle aber in Sachen Leistungsfähigkeit auch immerhin ordentlich hinter sich lassen. Aktuell geht man etwa davon aus, dass die kommende RTX 3070 das Performance-Niveau einer RTX 2080 Ti erreicht.

Was laut KitGuru inzwischen ebenfalls bekannt ist, sind die angepeilten Verkaufspreise der Grafikkarten – und die haben es in sich! So teuer waren die GPUs nämlich noch nie, wie ein Vergleich der UVPs mit den aktuellen Modellen unter Beweis stellt:

Grafikkartenmodell UVP zum Verkaufsstart
Nvidia GeForce RTX 2060 349 US-Dollar
Nvidia GeForce RTX 3060 400 US-Dollar
Nvidia GeForce RTX 2070 499 US-Dollar
Nvidia GeForce RTX 3070 600 US-Dollar
Nvidia GeForce RTX 2080 699 US-Dollar
Nvidia GeForce RTX 3080 800 US-Dollar

Der Preis der „Einsteiger-Variante“ wird also voraussichtlich um 50 US-Dollar angehoben, RTX 3070 und RTX 3080 werden im Vergleich zu ihren Vorgängern knapp 100 US-Dollar teurer. Wenn man sich überlegt, dass die GTX 1080 Ti zu ihrer Zeit einen UVP von 699 US-Dollar hatte, dürfte die Preisentwicklung bei einigen PC-Enthusiasten Sorgenfalten auf die Stirn zaubern.

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Nvidia GeForce RTX 3000: Was ist sonst noch neu?

Doch Nvidias neue Grafikkarten sollen nicht nur mehr Leistung mit sich bringen. So geht man aktuell etwa davon aus, dass auch der Grafikspeicher der High-End-Modelle kurzerhand verdoppelt wird. Zudem soll ein neuer 12-Pin-Stromanschluss die klassischen PCIe-Stecker ablösen, und eines der größten Probleme der aktuellen RTX-2000-Generation will man anscheinend ebenfalls angehen: den starken Leistungsverlust bei der Nutzung von Raytracing.

AMD und Nvidia kabbeln sich in unserer Top 10 immer wieder um die vorderen Plätze: 

Rivale AMD schläft auch nicht und wird im Laufe des Jahres ebenfalls seine neuen RDNA-2-Grafikkarten vorstellen, die dann erstmals Raytracing unterstützen werden. Das spannendste Modell im AMD-Portfolio dürfte der „Nvidia-Killer“ Big Navi sein, der immerhin Nvidias aktuelles Flaggschiff dem Rang ablaufen soll. Im Kampf um die GPU-Krone bleibt es also weiterhin spannend.