Mit den RTX-Grafikkarten hat Nvidia ein vollkommen neues Feature für GPUs am Markt etabliert. Doch die Nutzung der Funktion hat seinen Preis. Genau das könnte sich jedoch mit der nächsten Generation ändern.

Neue Nvidia-Grafikkarten: Keine Performance-Einbußen durch Raytracing?

Als Nvidia seine neuen RTX-Grafikkarten vor knapp zwei Jahren auf den Markt brachte, wurde vor allem eine Funktion in den Mittelpunkt gestellt: Raytracing. Die neue Grafiktechnologie erlaubt es diversen Spielen, Beleuchtung, Schattenwürfe und Reflexionen unglaublich realistisch darzustellen.

Doch wer das Feature nutzt, muss dafür teuer bezahlen. Vor allem kurz nach dem Verkaufsstart sorgte Raytracing für herbe Performance-Probleme in den entsprechenden Spielen. Es verringerte die Bilder pro Sekunde so signifikant, dass viele Spieler lieber vollkommen darauf verzichteten. Auch die zusätzliche Aktivierung von DLSS konnte diesen Absturz an FPS nicht auffangen.

Doch wie Notebookcheck berichtet, könnte dieser Umstand mit Nvidias nächster Grafikkartengeneration bald der Vergangenheit angehören. Ein potenzieller Insider berichtet, dass die Raytracing-Performance der neuen Ampere-Grafikkarten im Vergleich zu den aktuellen Modellen rund viermal so groß sein soll. Mit anderen Worten: Eine RTX 3060 soll in etwa die gleiche Raytracing-Leistung wie eine RTX 2080 Ti bieten.

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So gut sieht Raytracing in Spielen wirklich aus:

Was ist denn eigentlich so toll an Raytracing?

Für alle, die aktuell auf dem Markt für eine neue Grafikkarte sind, dürften das tolle Neuigkeiten sein. Käufer der aktuellen Modelle hingegen dürften davon wenig begeistert sein. Ist also bald schon wieder das nächste Upgrade fällig? Die Quelle berichtet zudem, dass Nvidias aktuelle Turing-Karten im Vergleich zu Ampere nicht sehr gut altern werden. Hat Nvidia die Käufer der RTX-2000-Karten nur als Versuchskaninchen benutzt?

Das Unternehmen scheint außerdem bereits an der dritten Version von DLSS zu arbeiten, 10-20 Prozent mehr IPC-Performance aus den Karten zu holen und den NVENC-Codec überarbeiten zu wollen. Die nächste Iteration soll Videoaufnahmen von einer Auflösung von bis zu 8K bei einer Bildrate von 60 FPS ermöglichen.

Nvidia hat sich zu dem vermeintlichen Leak bislang noch nicht geäußert. Man sollte jedoch auch nicht davon ausgehen, dass der Grafikkartenhersteller diese Meldungen kommentieren wird. Erste handfeste Informationen werden wir sowieso erst dann haben, wenn die neuen RTX-3000-Karten offiziell vorgestellt werden. Aktuell geht man davon aus, dass das im Spätsommer oder Herbst dieses Jahres der Fall sein wird.