iPad 9.7 (2018) im Test: Mehr malen, weniger zahlen

Sebastian Trepesch

Das iPad 9.7 ist das erste neue Apple-Produkt im Jahr 2018. Es richtet sich ganz klar an die breite Masse: Mit 349 Euro lag der unverbindliche Verkaufspreis eines normalgroßen iPads in Deutschland noch nie so niedrig. Doch kann es auch was? Wir haben das iPad 9.7 (2018) getestet.

Die Zusammenfassung unseres Tests im Video:

Apple iPad 9.7 (2018) im Test.

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Testfazit zum iPad 9.7 (2018)

Das iPad ist ein klassisches iPad – sehr gut verarbeitet, ohne große Makel, mit guter Leistung, vielseitig sowie mit den Möglichkeiten und der Unkompliziertheit von iOS. kann zwar immer noch nicht ganz mit der , dafür bekommt man aber auch einiges geboten. Wer schon länger mit dem Gedanken spielt, in die iPad-Welt einzusteigen, für den ist jetzt der Moment gekommen. Und wer ein altes iPad besitzt, für den könnte (und darf) die Apple-Pencil-Unterstützung der Auslöser sein, von einem alten iPad auf dieses zeitgemäße Modell umzusteigen. Zeitgemäß – mit Ausnahme der Frontkamera.

Allerdings: Wer ein iPad Air 2 oder ein iPad Pro besitzt, der sollte die Finger vom iPad 9.7 (2018) lassen: Es wäre kein gutes Upgrade, an erster Stelle wegen des nicht laminierten Displays.

Test-Wertung iPad 9.7 von 2018:

  • Verarbeitung, Haptik und Design: 4/5
  • Display: 3/5
  • Kameras: 3/5
  • Software: 5/5
  • Performance: 4/5
  • Video und Audio: 3/5
  • Konnektivität und Speicher: 4/5
  • Akku und Alltag: 5/5

Gesamtwertung: 78 Prozent

iPad 9.7 (2018) im Test: Das hat uns gefallen

  • Die hochwertige Hardware hat nichts mit Billigplastikteilen gemein.
  • Die Apple-Pencil-Unterstützung ist – wenngleich nicht auf Profi-Level – famos.
  • Gutes Display, guter Touchscreen.
  • iOS 11 hat das iPad mit wichtigen Funktionen nach vorne gebracht. Und iOS 11.3 bietet zusätzliche nützliche Vorteile für den Stift.
  • Die Leistung ist hoch (siehe unten) und reicht – wie Apple so gerne betont – in der Tat auch für AR-Anwendungen aus.
  • Mit der Cellular-Version kann man sich dank Apple SIM spontan Datenvolumen buchen – zum Beispiel im Urlaub. Natürlich ist auch eine normale SIM verwendbar.
  • Der Akku ist (iPad-gewohnt) ausdauernd.
  • Endlich ist der Euro-Preis gesunken – beträgt der UVP.

Das hat uns nicht so gut gefallen

  • Die Kameraqualität ist grenzwertig. Vor allem die Selfie-Kamera eines Tablets sollte auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen brauchbare Bilder aufzeichnen können – zum Beispiel im Rahmen von Videotelefonaten. Hardware- und Testbilder in der Bildergalerie:
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20 Bilder
9,7" iPad von 2018 in Bildern: So schaut's aus!
  • Das Display ist zweite Wahl: Nicht laminiert und ohne den Pro-Spiegelschutz sehen Inhalte nicht so gut wie bei dem Klassenprimus, dem iPad Pro, aus. Zudem wirkt dadurch die Pencil-Benutzung nicht ganz so „echt“.
  • Die Latenz (Verzögerung) des Apple Pencil ist auf dem iPad höher als auf dem iPad Pro. Beim normalen Schreiben fällt der Unterschied nicht negativ auf, beim Zeichnen aber schon.
  • Die Lautsprecher befinden sich nur auf einer Seite.
  • Der Fingerabdrucksensor ist Touch ID in der ersten Generation. Die zweite wäre etwas schneller und zuverlässiger.

Was man sonst noch wissen sollte: Apple Pencil – ein „Killer-Feature“?

Die Besonderheit des iPads von 2018 ist die Unterstützung des Apple Pencil – bislang war sie dem wesentlich teureren iPad Pro vorbehalten. Braucht man den Stift?

Wer zeichnet, der nutzt ihn ohne Frage. Doch auch schreiben kann man auf dem iPad gut. Wie im Video zu sehen, lässt er sich gut für die Bildbearbeitung verwenden oder zum Einfügen von Anmerkungen in Dokumente und Screenshots. Selbst Nicht-Zeichner werden den Stift öfter nutzen, als sie glauben mögen.

Im Vergleich zu einem wird der Apple Pencil über Bluetooth gekoppelt. Dadurch übermittelt er dem iPad Druckstärke und Neigungswinkel. Zudem kommt es es (fast) nicht zu Fehlbedienungen, wenn man beim Zeichnen die Hand auf das Display auflegt. Eine „Radiergummi-Funktion“ fehlt dem Pencil aber leider.

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Was man sonst noch wissen sollte: die Leistung

Beim Booten sowie Starten von Apps ist das iPad 9.7 oft so schnell oder nur minimal langsamer als das iPad Pro. Die schwächere Leistung im Vergleich zum Pro-Modell haben wir mal mehr, mal weniger bei grafikaufwendigen Anwendungen gespürt: Einen kleinen iMovie-Film mit eineinhalb Minuten Länge berechnete das iPad mit dem Prozessor A10 in 33 Sekunden, das iPad Pro mit dem A10X war 25 Prozent schneller – mit 25,5 Sekunden. Benchmark-Vergleichswerte:

iPad 9.7 (2017) iPad 9.7 (2018) iPad Pro 10.5 (2017)
Geekbench 4 Multi-Core 4485 5975 9388
Geekbench 4 Single-Core 2566 3524 3933
AnTuTu Benchmark 128978 173253  223492
GFX Manhattan 3.1 18,3 fps 27.5 fps  44.0 fps

Auch bei Spielen beweist der A10X seine Stärke gegenüber dem A10. Der herausfordernde Manhattan-3.1-Test von GFX zeigt, dass das iPad 9.7 von diesem Jahr ein guter Fortschritt zum Vorjahresmodell ist, mit gut 27 statt 18 gerenderten Bildern pro Sekunde. Das iPad Pro schafft noch deutlich mehr, nämlich 44 Bilder.

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