Spotify hat sich ganz klar als DER Musik-Streamingdienst etabliert – aber warum eigentlich? Der 2007 gestartete Anbieter hat viele ehemalige Nebenbuhler wie Simfy, Rara, Grooveshark und Wimp überlebt, trotzdem mangelt es nicht an Spotify-Alternativen auf dem deutschen Streamingmarkt. Wir stellen euch die Alternativen, ihre Vorteile und grundlegenden Features hier auf GIGA vor.

 

Spotify

Facts 

Bei unserer Übersicht konzentrieren wir uns auf die Dienste, die in Deutschland verfügbar sind und eine echte Alternative zu Spotify darstellen. Die Spotify-Alternativen sollten somit ein Abo bieten, mit dem ihr eine große Auswahl an Songs jederzeit On-Demand und ohne Werbeunterbrechungen anhören könnt. Anbieter und Apps, die lineare Online-Radiosender zusammenfassen sowie Streamingdienste, die nur ein bestimmtes Genre oder ausschließlich Musik von Independent-Künstlern bieten, werden hier somit nicht behandelt.

Inhaltsverzeichnis

Amazon Music

Das steckt in Amazon Music

Amazon Music ist eine durchaus interessante Alternative zu Spotify – gerade für Prime-Mitglieder. Das „Music Prime“-Paket gehört nämlich zu den zahlreichen Vorteilen der Prime-Mitgliedschaft. Hier habt ihr ohne Zusatzkosten Zugriff auf 2 Millionen ausgewählte Songs. Diese könnt ihr auch offline hören und mit Alexa nutzen. Eine echte Konkurrenz für Spotify bekommt man aber erst mit dem „Music HD“-Paket (ehemals Unlimited). Dieses bietet euch über 75 Millionen Songs, Hörspiele und -bücher, eine komplett werbefreie Wiedergabe und alle Bundesliga Spiele live als Radioübertragung.

Das „Music HD“-Abo kostet Prime-Mitglieder 7,99 Euro im Monat und 9,99 Euro im Monat für Kunden ohne Prime-Mitgliedschaft. Zuvor waren „Unlimited“ und „HD“ zwei verschiedene Abos, nun können aber auch ehemalige „Unlimited“-Abonennten ohne Aufpreis von der höheren Audioqualität profitieren. Dadurch wird der Musik-Streamingdienst von Amazon gerade für Personen mit guten Kopfhörer, höherwertigen Audio-Equipment und HiFi-Anlagen interessant. Neukunden können den Dienst aktuell 3 Monate kostenfrei testen.

Apple Music

Apple Music: James Corden, Eddy Cue, Jimmy Iovine und Bozoma Saint John

Für viele Musikfans war der „iTunes Store“ die erste Anlaufstelle, um legal digital einzelne Musikstücke zu erwerben. Mit Apple Music sind Kalifornier 2015 auch endlich auf den Streaming-Zug aufgesprungen. Das reguläre Abo kostet dabei 9,99 Euro im Monat und bietet euch 60 Millionen Songs, die ihr gemeinsam mit den in eurer iTunes-Mediathek erworbenen Stücken abspielen könnt.

Apple Music verzichtet auf Werbung, lässt euch die Musik auch offline hören und bietet euch neben der Musik auch Originalsendungen, Konzerte, Radioshows und andere exklusive Inhalte. Aktuell lässt sich der Dienst dazu 3 Monate lang kostenlos ausprobieren.

Deezer

Deezer: Hör, was du hören willst - Three of Life

Deezer ist nicht nur „dieser Musik-Streamingdienst mit der witzigen Werbung“. Zwar hat der französische Musik-Streamer, der gerade mal ein Jahr nach Spotify an den Start ging, eine weit kleinere Anzahl an Nutzern, ist dafür aber in mehr als doppelt so vielen Ländern verfügbar.

Neben der kostenfreien Variante, die ganz ähnliche Einschränkungen wie Spotify Free hat, liegt das Hauptaugenmerk auf dem Premium-Abo. Für 9,99 Euro im Monat bekommt ihr hier 56 Millionen Songs geboten, die ihr ohne Werbung und offline hören könnt. Neben der Musik bietet Deezer ebenfalls eine große Auswahl an Hörbüchern, Podcasts und Radiosendern. Auch Deezer lässt sich momentan 3 Monate gratis testen.

Napster

Bild: Napster/Rhapsody International, Inc.

Napster hat eine sehr bewegte Vergangenheit: Von der Musik-Tauschbörse zum legalen Online-Musikdienst, von einem Mutterunternehmen zum nächsten. Seit 2011 streamt der Dienst unter der Firma Rhapsody, welche sich dann 2016 selbst in Napster umbenannte.

Die „Music-Flatrate“ kostet monatlich 9,95 Euro. Napster bietet ebenfalls eine Auswahl aus 60 Millionen Songs, die ihr mit dem Abo werbefrei und offline hören könnt. Darüber hinaus könnt ihr wie bei Spotify Genre- und Künstler-Radios nutzen. Napster lässt sich aktuell 30 Tage lang kostenfrei ausprobieren.

Tidal

Bild: Aspiro AS

Tidal ist 2014 als HiFi-Musik-Streamingdienst gestartet, um Menschen mit anspruchsvollen Ohren und gutem Equipment eine Spotify-Alternative zu bieten, die eine deutlich besserer Klangqualität hat. Wie bei den meisten Konkurrenten habt ihr hier Zugriff auf 60 Millionen Songs, die ihr auch offline hören könnt. Dazu gibt es noch 250.000 Musikvideos und eben das Hauptfeature: Die hochauflösende Qualität der Streams.

Das Premium-Abo kostet dabei – wie die meisten Konkurrenten – 9,99 Euro im Monat und lässt euch Musik im AAC-Format mit 320 Kb/s streamen. Für die Audiophilen bietet Tidal das HiFi-Abo an, welches zwar 19,99 Euro im Monat kostet, euch dafür die Musik im verlustfreien FLAC-Format mit bis zu 1.411 Kb/s streamen lässt. Derzeit könnt ihr mit dem Probeabo 30 Tage kostenfreien Zugang zu Tidal bekommen.

Im Video: Die Top 5 Musik-Streaming-Dienste:

Musik-Streaming-Dienste

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