Gaming-Monitor: Darauf solltet ihr beim Kauf achten

Thomas Kolkmann

Seltsamerweise werden viele Spieler beim Kauf des Monitors plötzlich zu Sparfüchsen. Dabei ist der Monitor doch gerade das Gerät, auf dem man das Spiel überhaupt erst sieht – selbst mit dem stärksten Rechner kann man das Bild eines schlechten Monitors nicht besser aussehen lassen. Aus diesem Grund haben wir euch hier kurz zusammengefasst, was ihr beim Kauf eines Gaming-Monitors unbedingt beachten solltet.

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Schnell und Einfach: Screen-Tearing und V-Sync.

Gaming-Monitor: Reaktionszeit, Kontrast & Input-Lag

Mit einem Flachbildmonitor war man für die nächste LAN-Party ein ganzes Stück entlastet. Mit dem Aufschwung der LCD-Technik kamen aber auch seine Schattenseiten für Gamer schnell zum Vorschein: Ghosting (nachziehende Bilder), Schwarz, welches höchstens als Dunkelgrau durchgehen konnte und „Bildverbesserungs“-Funktionen, die zu massivem Input-Lag führten.

Heutzutage muss man sich darum aber – beim Kauf eines Monitors von einem namhaften Hersteller – keinen Kopf mehr machen. Selbst günstige Monitore unterschreiten eine Reaktionszeit (bzw. Bildaufbauzeit) von 6 ms und warten mit einem statischen Kontrastwert über 1000:1 auf. „Bildverbesserungs“-Features kommen eigentlich nur bei Fernsehgeräten auf und sind meist abschaltbar.

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G-Sync Compatible: Diese Freesync-Monitore funktionieren problemlos mit Nvidia-Grafikkarten.

Bildwiederholfrequenz – 144, 120 oder 60 Hz?

Die erste wichtige Frage, die sich Spieler stellen sollten, wenn sie sich einen neuen Gaming-Monitor anschaffen möchten, sollte die Frage nach der Hertz-Zahl sein. Denn auch wenn man den Unterschied zwischen 60 und 120 FPS (Bilder pro Sekunde) bei der Steuerung merken kann, hat das Auge von den weiteren Bildern nichts, wenn der Monitor sie nicht anzeigen kann.

Viele Bildschirme haben nach wie vor eine native Bildwiederholfrequenz von 60 Hz, das bedeutet, dass der Monitor maximal 60 einzelne Bilder in der Sekunde darstellen kann. Wenn ihr also Videospiele spielt, bei der eine schnelle Reaktionszeit gefragt ist (Shooter, Kampfspiele, Rennspiele etc.), kann es vom Vorteil sein, wenn der Monitor auch dementsprechend mehr Bilder pro Sekunde darstellen kann. So könnt ihr auf einen Gegner oder ein Hindernisse möglicherweise bereits wenige Bruchteile einer Sekunde früher reagieren.

Dabei ist natürlich auch zu beachten, dass euer Rechner leistungsfähig genug sein muss, um die jeweiligen Spiele mit mehr als 60 Bildern pro Sekunde auszugeben.

Größe, Format und Bildschirmdiagonale

Die Größe des Monitors ist natürlich auch ein entscheidender Faktor. Da man für gewöhnlich sehr nah an einem Monitor sitzt, sollte man sich vorher genau überlegen, wie groß der Monitor sein sollte. Die gängigen Gaming-Monitore haben heutzutage eine Bildschirmdiagonale von 24–27 Zoll (etwa 61–69 cm). Natürlich könnt ihr auch einen größeren Monitor kaufen, dann besteht jedoch die „Gefahr“, dass man aufgrund des eigenen Sichtfelds die Übersicht verliert. Bei einem zu großen Bildschirm muss man den Kopf oder die Pupillen bewegen, um beispielsweise das HUD des Spiels zu sehen und verliert dabei den Fokus des Spielgeschehens.

Dies kann ebenso bei einem Gaming-Monitor mit Ultra-Wide-Format (21:9) passieren oder einem Multi-Monitor-Setup. Darüber hinaus unterstützen viele Spiele abseits von 16:9 keine anderen Formate oder gar mehrere Monitore. Ihr solltet deswegen vorher genau abwägen, welche Spiele ihr auf dem Monitor spielen wollt und ob diese in solchen Sonderfällen kompatibel sind.

Was Größe, Format und Monitor-Setup angeht, würden wir jedoch immer zu einem Selbsttest raten. Schaut bei Freunden, im Geschäft oder auf einer Messe, ob ihr auf Dauer mit einem überdurchschnittlich großen Display oder einem Monitor im Ultra-Wide-Format klarkommen könntet, bevor ihr einen Fehlkauf tätigt.

Gaming-Monitor 4K 1440p FullHD

Auflösung – 4K, 1440p oder einfach FullHD?

Bei der Entscheidung, welche Auflösung der Gaming-Monitor haben soll, sollte vor allem euer Rechner (und eure zukünftigen Aufrüstungspläne) entscheiden. Wenn euer Rechner nicht leistungsstark genug ist, um eure Spiele in der nativen Auflösung des Monitors wiederzugeben, ist ein Bildschirm mit niedriger Auflösung möglicherweise die bessere Wahl.

Je nachdem, wie eure Grafikkarte und der Monitor das Upscaling von Spielen in FullHD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) auf UHD bzw. 4K (min. 3840 x 2160 Pixel) handhabt, kann es zu einem leicht verwascheneren Bild kommen, als bei einem Monitor mit der gleichen Auflösung wie das Ausgangsmaterial.

Die Preise für Bildschirme, die 1440p (QHD) oder 4K (UHD) darstellen können, werden in den nächsten Jahren natürlich auch sinken, weswegen man die Frage der Auflösung vielleicht auch ans eigene Budget anpassen sollte.

Gaming-Monitor: G-Sync/FreeSync

Wer ein großer Feind des Screen-Tearing ist, konnte sich bisher nur mit V-sync (Vertical Synchronisation) Abhilfe schaffen. V-sync greift in einigen Fällen jedoch massiv in die Perfomance ein, was zu weit weniger Bildern pro Sekunde (FPS) führt.

Mit der „G-Sync“-Technolgie von Nvidia und dem AMD-Pendant „FreeSync“ sprechen sich Grafikkarte und Monitor ständig ab und erlauben so ein Tearing-freies Bild bei dynamischer Bildwiederholrate. Das Ganze geht dazu nur kaum merklich auf die Spiele-Performance und lässt das Spiel ohne große FPS-Sprünge „flüssiger“ wirken.

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