Spickgefahr: MacBooks mit Touch Bar bei US-Anwaltsprüfung verboten

Thomas Lumesberger 1

Damit die Touch Bar des neuen MacBook Pro nicht als Spickzettel verwendet werden kann, werden die Geräte bei den anstehenden Anwaltsprüfungen in den USA teilweise verboten.

MacBook Pro 2016: Touch Bar im Test.

Die Touch Bar der neuen MacBook Pros wird angehenden Anwälten in den USA zum Verhängnis. Bei den anstehenden Bar Exams, der Zulassungsprüfung für Anwälte, dürfen die Geräte teilweise nicht verwendet werden, da die OLED-Leiste zum Schummeln missbraucht werden könnte. Das Committee of Bar Examiner, einem Ausschuss der Anwaltskammer, hat verkündet, dass bestimmte Funktionen des neuen MacBook Pro den Prüfungszyklus unterlaufen würden.

Konkret ist die Rede von der Touch Bar. Diese kann durch die derzeit verwendete Prüfungssoftware „ExamSoft“ nicht deaktiviert und könnte folglich als Spickzettel verwendet werden. Diverse Wortvorschläge oder andere relevante Informationen könnte die Touch Bar preisgeben und den Kandidaten eine nicht erlaubte Hilfestellung bieten.

MacBook Pro (2016) bei Apple *

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Touch Bar muss deaktiviert werden

In North Carolina wurde aufgrund der Probleme mit ExamSoft eine allgemeine Warnung vor den Geräten ausgesprochen. Anwälte, die ihre Prüfung im Februar ablegen, müssen die Touch Bar deaktivieren. Möglich ist das in den Einstellungen von macOS. Dies wird vor Beginn des Tests von dem anwesenden Komitee beziehungsweise einem ExamSoft-Experten überprüft.

In anderen Bundesstaaten der USA ging man nicht so umsichtig mit der Situation um, sondern verhing gleich ein allgemeines Verbot für alle MacBooks mit Touch Bar. Wer trotz der Warnungen und des Verbots mit einem MacBook Pro mit Touch Bar zum Bar Exam aufkreuzt, dessen MacBook wird eingezogen und er muss sämtliche Antworten und Aufsätze auf altmodische Art und Weise niederschreiben – mit Papier und Bleistift.

Quelle: Cnet via TechRadar

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