Pokémon GO ist bald nicht mehr werbefrei – Niantics neue Geschäftsidee

Daniel Hartmann

Die Idee der gesponserten Inhalte für Pokémon GO ist eigentlich gar nicht so neu. Für Niantic ist diese Einnahmequelle eigentlich sogar älter als das Spiel selbst. Neu ist der Erweiterung auf kleinere Unternehmen.

Worum geht es aktuell? Niantic bietet seit ein paar Tagen für kleine und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit an, sogenannte „Sponsored Locations“ zu mieten. Soll heißen, dass Geschäfte mit Kundenverkehr ihren Standort gegen eine Gebühr zu einem Pokéstop oder einer Arena machen, die im Spiel das eigene Logo, einen Link zur Website und ein Produkt zieren. Kurz gesagt: Virtuelle Werbetafeln in Pokémon GO.

Für einen Dollar am Tag gibt im Spiel einen Standard-Standort (Pokéstop) und die Möglichkeit, einmal im Monat den Werbeauftritt zu ändern. Für das Doppelte pro Tag ist auch eine Arena als Standort möglich. Dazu gibt es einmal im Monat ein einstündiges Minispiel, wie zum Beispiel einen Raid-Kampf. Die gezeigte Werbung kann zweimal pro Monat geändert werden. Niantic testet dieses Angebot aktuell nur in den USA.

Die gesponserten Standorte sollen mit einmaligem Gameplay und besonderen Belohnungen Spieler in die Geschäfte locken, verspricht Niantic. Sollte die Testphase erfolgreich sein, wird dieses Geschäftsmodell sicher schnell den Weg nach Europa und auch nach Deutschland finden.

Warum das nicht neu ist

Bereits 2016 sprach Niantic CEO John Hanke über „Sponsored Loactions“ als Einnahmequelle für Pokémon GO. Große Unternehmen wie McDonalds, Starbucks oder der amerikanische Telekommunikationsgigant AT&T haben schon seit langem Pokéstops und Arenen bei den Standorten ihrer Filialen. Spieler finden an diesen Standorten auch regelmäßig gesponserte Feldforschungen für die es beispielsweise Sternenstaub oder Sonderbonbons gibt.

Warum das eigentlich ziemlich alt ist

Niantics erster globales Erfolgsspiel war nicht Pokémon GO, sondern der geistige Vorgänger Ingress und auch hier waren gesponserte Inhalte eine Einnahmequelle. In Ingress gab es sowohl gesponserte Portale, als auch nach Unternehmen benannte Gegenstände, wie das AXA-Schild (Versicherungsunternehmen).

So nutzen Unternehmen Pokémon GO auch ohne Werbedeal mit Niantic:

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Pokémon GO als Geschäftsidee: So nutzen Unternehmen das Spiel, um den eigenen Umsatz zu steigern

Cafés und ähnliche Lokale nutzen Pokémon GO schon lange, um Kunden anzulocken. Niantic will diese Art der Werbung nun auch für sich zu Geld machen. Was haltet ihr von den gesponserten Standorten und virtuellen Werbetafeln, die bald in das Spiel Einzug halten könnten?

Daniel Hartmann
Daniel Hartmann, GIGA-Experte für FPS, E-Sport, Streaming-Kultur und Mass Effect.

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