Um möglichst lange Freude an eurem iPhone zu haben sollte man den iPhone-Akku richtig behandeln. Aber was sollte man beim Aufladen beachten? Was sollte man verhindern, um die Lebensdauer nicht unnötig zu verkürzen? Die wichtigsten Punkte im Überblick.

 
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Kabel rein in die Steckdose und los geht der Ladevorgang. Klingt einfach, man kann aber beim Aufladen des iPhones einiges verkehrt machen. Mit unseren Tipps schont ihr die Batterie eures iOS-Geräts, damit ihr das teure Smartphone möglichst über eine lange Zeit nutzen könnt.

iPhone-Akku richtig laden

Auch wenn es meist der einfachste Weg ist, solltet ihr euer iPhone nicht über Nacht laden und somit stundenlang an der Steckdosen lassen. Ist der Akku einmal voll, schaltet das Gerät in den normalen Akku-Betrieb. Dadurch wird die Batterie entladen und sofort wieder aufgeladen. Durch diese unnötigen Ladevorgänge sinkt die Lebensdauer der Batterie langfristig. Füllt den iPhone-Akku also rechtzeitig vor dem Schlafengehen auf rund 80 Prozent. Sollte das Smartphone die Nacht ohne Ladung nicht durchstehen, ist der Akku bereits stark in Mitleidenschaft gezogen und sollte ausgetauscht werden. Alternativ schaltet ihr es über Nacht in den stromsparenden Flugmodus, falls ihr euch vom iOS-Gerät wecken lassen wollt.

Fast Charging, Memory-Effekt und Tiefentladung – GIGA klärt Akku-Mythen auf Abonniere uns
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iOS-Einstellung: Optimiertes Laden der Batterie

Mit iOS 13 hat Apple die Funktion „Optimiertes Laden der Batterie“ eingeführt. Man findet sie in den iOS-Einstellungen unter „Batterie“ im Bereich „Batteriezustand“. Wer nicht darauf verzichten möchte, sein iPhone über Nacht aufzuladen, sollte die Option eingeschaltet lassen. Apple schont den Akku, indem die Funktion die Batterie automatisch zunächst nur auf 80 Prozent auflädt. Für die restlichen 20 Prozent nimmt sich das System Zeit bis zur normalen Aufstehzeit. Die Funktion lernt eure iPhone-Nutzung und das Ladeverhalten automatisch und intelligent.

Die Schnellladefunktion lädt zwar dazu ein, den Akku in besonders kurzer Zeit wieder aufzufüllen. Zu häufig solltet ihr aber nicht davon Gebrauch machen. Durch den dauerhaften Einsatz nimmt die Batterie-Qualität langfristig ab.

Akkupflege: iPhone nicht in heißer oder kalter Umgebung verwenden

Das iPhone hat eine Sicherheitsschaltung, die das iOS-Gerät bei zu heißen oder zu kalten Temperaturen abschaltet. Überhitzung und Spannungsabfall werden somit vermieden oder zumindest gemildert. In einem solchen Fall solltet ihr euch also nicht ärgern, sondern freuen. Bei Kälte lasst ihr das Gerät am besten in der Jackeninnentasche. Hat es sich bereits automatisch ausgeschaltet, hilft ein Aufladen. Bei Hitze solltet ihr das iPhone in den Schatten legen und langsam wieder an eine Normaltemperatur gewöhnen. Wartet einige Minuten, bevor ihr es wieder einschaltet.

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Warnhinweis: Dem iPhone ist es zu heiß.

Übrigens: Die Vorstufe der Komplettabschaltung kann sein, dass bei der Kamera der Blitz deaktiviert ist. Keine Panik, bei den passenden Temperaturen funktioniert auch das wieder. Kälte beeinträchtigt die Nutzung vorübergehend, Hitze kann dagegen die Akkuleistung dauerhaft einschränken. Apple empfiehlt in den technischen Spezifikationen den optimalen Temperaturbereich von 16 bis 22 Grad. Einen Einsatz bei Temperaturen von über 35 Grad solltet ihr vermeiden.

Generell solltet ihr euer iPhone an warmen Sommertagen nicht zu lange im Auto lassen. Nutzt ihr das Handy im Sommer als Navigationsgerät, solltet ihr es nicht dauerhaft an der Frontscheibe des Autos befestigen, da die Sonne hier besonders aktiv ist. Habt ihr einen Beifahrer, gebt ihm die Navigationsverantwortung.

Nicht bei hohen Temperaturen aufladen

Die Umgebungstemperatur sollte man im Speziellen auch beim Aufladen beachten: Hitze ist schädlich. Beim Aufladen erwärmt sich das Gerät zusätzlich. Eine Handy-Tasche oder Case können die Temperatur zusätzlich stark erhöhen. Apple rät, in solchen Fällen das Gerät aus der Hülle zu nehmen. Unter dem Kopfkissen oder in der Nähe der Heizung sollte man das iPhone auch nicht aufladen..

iPhone wird nicht benutzt? Tiefenentladung vermeiden!

Eines für den iPhone-Akku gefährlichsten Ereignisse ist eine Tiefenentladung, welche sogar zur Zerstörung der Akkuzellen führen kann. Im Normalfall kann nichts passieren, da das iPhone einen Schutzmechanismus besitzt und sich rechtzeitig abschaltet. Problematisch ist hingegen, wenn ihr das iPhone lange Zeit gar nicht benutzt: Ein leerer Akku kann durch die Selbstentladung zu sehr entladen werden. Nicht verwendete Geräte sollte man deshalb alle paar Monate aus der Schublade nehmen und an die Steckdose hängen.

  • Nicht verwendete iPhones mit rund 50 Prozent Akkuladung lagern und alle paar Monate etwas nachladen.

Eine volle Aufladung von nicht genutzten Geräten ist übrigens wieder nicht zu empfehlen, da das die Batteriekapazität einschränken kann.

Weitere Hintergründe zur Akkupflege von iPhone, iPad & Co

Auch bei der Reihenfolge, wie ihr euer Handy an die Steckdose anschließt, gibt es etwas zu beachten:

So solltet ihr zuerst den Stecker an die Steckdose anschließen und dann das Ladekabel mit dem Handy verbinden. Schließt ihr das Kabel erst an das iPhone an und verbindet es dann mit dem Strom, kann es zu einer sogenannten „Spannungspitze“, also einer Überspannung kommen. Diese kann im schlechten Fall zu einem Datenverlust führen und die Lebensdauer des Akkus verkürzen. Nach dem Aufladen nehmt ihr zunächst das Netzteil aus der Steckdosen, bevor ihr das Ladekabel vom iPhone trennt, da sonst ein sogenannter „umgekehrter Momentanstrom“ erzeugt wird, der ebenfalls Probleme am Akku verursachen kann.

Manch Tipp, den man noch von früher kennt, ist heutzutage nicht mehr relevant. In der Vergangenheit verwendete man Nickel-Cadmium-Akkus. Heutzutage werden wie im iPhone meist Lithium-Ionen-Batterien verbaut. Diese haben keinen spürbaren „Memory-Effekt“. Man muss sie also nicht vollständig entladen und anschließend komplett aufladen: Wer sein iPhone zu einem Viertel auflädt, hat nur 25 Prozent eines Ladezyklus „verbraucht“. Keine Angst vor unvollständigen Ladezyklen:Hin und wieder mal ein vollständiger Ladezyklus (also von 0 bis 100) soll allerdings bei der Kalibrierung der Anzeige helfen. Mehr zum Thema:

Habt ihr schon viel Geld für euer iPhone ausgegeben, solltet ihr beim Ladezubehör nicht sparen. Vermeidet billige Ladegeräte oder -kabel. Immer wieder gibt es Fälle. bei denen sich minderwertiges Zubehör selbst entzündet oder durch falsche Isolierungen und Schaltungen den iPhone-Akku beschädigen. Im Idealfall setzt ihr auf das Original-Zubehör von Apple.

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