Abschied von Android: Huawei-Chef enthüllt „Plan B“

Kaan Gürayer 5

Vom Billighersteller zur Nummer 2: Huaweis Aufstieg auf dem Smartphone-Markt ist atemberaubend. Grundlage für den Erfolg des chinesischen Unternehmens ist das Android-Betriebssystem. Trotz allem hat Huawei eine Alternative in der Hinterhand. Im Interview erklärt Konzernchef Richard Yu, wann „Plan B“ zum Einsatz kommt. 

Abschied von Android: Huawei-Chef enthüllt „Plan B“
Bildquelle: GIGA.

Kaum ein anderes Unternehmen steht derzeit so im Brennglas wie Huawei. Vor allem die USA werfen Huawei vor, als verlängerter Arm der chinesischen Staatsführung zu dienen und Industriespionage zu betreiben. Beweise für die Anschuldigungen gibt es bislang nicht. Trotzdem bereitet sich Huawei auf das Schlimmste vor, sollte der Wind aus den Vereinigten Staaten noch rauer werden.

Android-Alternative: Huawei-Chef erklärt „Plan B“

Laut Richard Yu, Consumer-Business-Chef bei Huawei, hat der Konzern ein eigenes Betriebssystem in der Schublade, sollte das Unternehmen einmal nicht mehr Android verwenden dürfen. „Das ist unser Plan B“, so der Huawei-Manager im Interview mit der Welt. Gleiches gelte für die Verwendung von Windows auf den Notebooks des Herstellers. Bevorzugen tue Huawei allerdings die „Zusammenarbeit mit den Ökosystemen von Google und Microsoft.“

Wie eine Android-Alternative aus dem Hause Huawei aussehen könnte, erklärte der Yu nicht. Da Android an sich quelloffen ist und auch die US-Regierung niemandem die Nutzung verbieten kann, dürfte es sich wohl um einen sogenannten „Fork“ des mobilen Betriebssystem handeln – ähnlich was Amazon auf seinen Fire-Tablets anbietet. Der Zugang zum Google Play Store und anderen Google-Apps wäre damit aber nicht möglich.

Weshalb Android noch immer die Nase vor iOS hat: 

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Huawei-Chef: Faltbare Smartphone für 500 Euro

Angesprochen auf den exorbitanten Preis des Mate X, der bei 2.299 Euro liegt, deutete der Huawei-Chef den Release günstigerer Varianten des Falt-Smartphones in der Zukunft an. „Mit der Zeit werden wir es auch unter 1.000 Euro drücken können. Dafür brauchen wir ein bis zwei Jahre.“, erklärte Yu. Später seien sogar Preisbereiche von 500 Euro möglich, wenn die Fertigungskosten geringer ausfallen.

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