DroidLock: Dynamisches Passwort nach Uhrzeit, Datum oder Akku

Philipp Gombert 3

Man gibt den Telefoncode ein und der Sitznachbar schaut einem neugierig auf die Finger — eine Situation, die jeder kennt und jeden nervt. Ein Code soll den Zugriff aufs Gerät verwehren. Dabei ist es oftmals nur eine Frage der Zeit, bis der Erste die Kombination erfährt. Genau das soll „DroidLock“ verhindern: Die App ändert das Passwort dynamisch und macht so das zufällige Aufschnappen der richtigen PIN unmöglich.

DroidLock: Dynamisches Passwort nach Uhrzeit, Datum oder Akku

Nach der ersten Installation von DroidLock bedarf es der Erstellung eines Master-Passworts, das Zugang zu den entsprechenden Einstellungen gewährt sowie die Einrichtung als Geräteadministrator. Die App verwendet dabei die vom Betriebssystem vorgegebene Bildschirmsperre (ist also kein Lockscreen-Ersatz), ändert aber automatisch den PIN-Code nach einem vom Nutzer festgelegten System.

Dynamische PIN: Uhrzeit, Datum oder Akkustand

Ist DroidLock einmal aktiviert, richtet sich das Passwort unter anderem nach der Uhrzeit, dem Datum oder Akkustand. Das wäre natürlich nicht komplex genug, sodass noch weitere Unteroptionen zur Auswahl stehen. Wählt man beispielsweise die Uhrzeit als Code, kann zwischen 12-Stunden- und 24-Stunden-Format unterschieden werden. Bei Ersterem wäre das Passwort um 13:45 Uhr „0145“, bei Letzterem „1345“.

Hinsichtlich des Datums steht die internationale und US-amerikanische Variante zur Verfügung, optional kann auch die Jahreszahl angehängt werden. Der Code für den 4. Mai würde damit entweder „0405“, „0504“, „040516“ oder „050416“ lauten. Für noch mehr Dynamik kann auch der prozentuale Akkustand als Passwort dienen — 54 Prozent entsprechen dann zum Beispiel der PIN „5454“. Noch komplexer wird es mit dem „Geek Mode“: Hier kann eine Kombination aus Uhrzeit, Datum und Akkustand verwendet werden.

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In-App-Käufe schalten noch komplexere Kombinationen frei

Um neugierigen Blicken das Entdecken des Codes völlig unmöglich zu machen, gibt es per In-App-Kauf sogar noch mehr Optionen: So kann der PIN gedoppelt, gespiegelt, summiert oder auch umgekehrt werden. Für Hobby-Mathematiker gibt es gar die Möglichkeit, die Differenz oder einen vorher festgelegten Zahlenabstand zwischen Variablen als dynamischen PIN festzulegen. Die Preise reichen hier bis zu 3,64 Euro für die Aktivierung aller Zusatzoptionen und Themes für DroidLock – ein Preis, der sich angesichts des Funktionsumfangs und dem Nutzen der App durchaus lohnt.

DroidLock in Beta-Phase

Bisher befindet sich DroidLock in der Beta-Phase, Bugs sind daher nicht ausgeschlossen. Wir haben die App auf zwei Geräten getestet, dabei funktionierte die dynamische Passwortvergabe in beiden Fällen hervorragend und ohne Verzögerungen. Beim OPPO R7 Plus mit CyanogenMod 13 ließ sich der Fingerabdrucksensor im Anschluss allerdings nicht mehr verwenden, sodass stets der Code eingegeben werden musste.

Das OnePlus 2  dagegen konnte weiterhin alternativ per Sensor entsperrt werden. Die Entwickler konnten DroidLock bereits auf Nexus-, OnePlus-, Motorola-, Samsung-, Sony- und Xiaomi-Smartphones testen — hier sollte die Anwendung also problemlos funktionieren. Sollte die dynamische PIN nicht funktionieren, kann das Smartphone nach einem Neustart auch mit dem Master-PIN entsperrt werden. Sollte man diesen vergessen haben, so wird er nach Beantwortung einer Sicherheitsfrage an die bei der Einrichtung festgelegte E-Mail geschickt.

Manuelle Installation per APK-Download

DroidLock Beta-Version herunterladen (APK 5 MB) *

Dateigröße: 2,9 MB

Im Play Store ist die App noch nicht verfügbar, daher muss die APK-Datei manuell heruntergeladen und installiert werden. Dazu kann es erforderlich sein, in den Einstellungen die Installation von Apps aus „unbekannter Herkunft“ beziehungsweise „unsicheren Quellen“ zu aktivieren.

Sollte man DroidLock doch wieder deinstallieren wollen, muss ein kleiner Umweg gegangen werden: In einem ersten Schritt muss die App in den Einstellungen unter „Sicherheit“ und „Geräteadministratoren“ deaktiviert werden. Anschließend kann DroidLock unter „Apps“ normal deinstalliert werden.

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