Die besten Smartphones 2019: Welches Handy soll ich kaufen – und was muss ich wissen?

Kaan Gürayer 8

Ob teuer, günstig oder dazwischen: Smartphones gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Das macht die Wahl nach dem passenden Handy immer schwieriger. GIGA-Experte Kaan zeigt die aktuell besten Smartphones 2019 und erklärt, worauf man beim Kauf achten sollte. 

Die besten Smartphones 2019: Welches Handy soll ich kaufen – und was muss ich wissen?

Eine US-amerikanische Studie fand 2017 heraus: Im Durchschnitt nehmen wir unser Smartphone 47 mal am Tag in die Hand. Bei den 18-24-Jährigen liegt die Zahl sogar bei 86. Das Mobiltelefon ist unser täglicher Begleiter geworden und hat sich zum intimsten Stück Technik entwickelt. Das Handy muss also zu einem passen – andernfalls verliert man schnell die Lust und zahlt für Funktionen, die man womöglich gar nicht braucht. GIGA hilft dir bei der Wahl und stellt für jeden Einsatzzweck und Geldbeutel das passende Smartphone vor.

Samsung Galaxy S10 Plus: Der Gesamtsieger

Das Galaxy S10 Plus schnürt das beste Gesamtpaket und leistet sich keine echten Schwächen. Es ist blitzschnell, besitzt einen langanhaltenden Akku, punktet mit einer exzellenten Kamera und verpackt die tolle Technik in einem schönen Glasgehäuse. Hinzukommen Funktionen wie Speichererweiterung und Kopfhöreranschluss, die für viele Nutzer noch immer essenziell sind. Wer nicht auf das Geld achten muss, greift zum Galaxy S10 Plus von Samsung.

Vorteile: Deckt jeden Bereich hervorragend ab, keine echten Schwächen
Nachteile: Mit 6,4-Zoll-Display für manche vielleicht etwas zu groß, nicht günstig

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Alternative für Apple-Nutzer: iPhone XS Max

Wer im Apple-Kosmos unterwegs ist und kein Android-Smartphone möchte, der greift alternativ zum iPhone XS Max. Zwar bietet das Apple-Handy keinen microSD-Slot oder 3,5-mm-Klinkenbuchse, aber das ist man vom US-Konzern gewohnt. Beim Design, der Leistung oder der Kamera muss sich das iPhone XS Max gegenüber dem Galaxy S10 Plus nicht verstecken. Obendrauf gibt es den langen Softwaresupport von Apple.

Vorteile: Perfekt ins Apple-Ökosystem eingebunden (Mac, iPad, Apple Watch etc.), Softwareupdates direkt von Apple
Nachteile: iOS-Betriebssystem weniger flexibel als Android, teuer

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Huawei P30 Pro: Der Kamera-Profi

Ambitionierte Smartphone-Fotografen fahren mit dem Huawei P30 Pro am besten. Die Leica-Kamera zeigt ihre Muskeln vor allem bei Nachtaufnahmen und den hervorragenden Zoom-Fähigkeiten. Ein sehr großer Akku mit 4.200 mAh, leistungsstarker Prozessor und hochwertiges Glasgehäuse runden das Paket ab. Leichte Abzüge gibt es bei der Benutzeroberfläche EMUI, die erst etwas Eingewöhnung braucht.

Vorteile: Hervorragende Kamera, großer Akku
Nachteile: EMUI-Benutzeroberfläche gewöhnungsbedürftig

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Der Preis-Leistungs-Sieger: Samsung Galaxy A50

Viel Smartphone für vergleichsweise wenig Geld: Samsungs Galaxy A50 ist der Preis-Leistungs-Sieger in unserer Auswahl. Das Super-AMOLED-Display ist groß (6,4-Zoll-Diagonale) und scharf genug (2.340 x 1.080 Pixel), der Prozessor schnell, die Triple-Kamera knipst gute Bilder und der Akku hält mit 4.000 mAh sehr lange durch. In Schulnoten gesprochen kommt das Galaxy A50 in jedem Fach auf mindestens „befriedigend“, oftmals sogar „gut“.

Vorteile: Großer Akku, Triple-Kamera, keine eklatante Schwäche
Nachteile: 6,4-Zoll-Display für manche vielleicht zu groß

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Alternative für Apple-Nutzer: iPhone XR

Nicht ganz so günstig wie das Galaxy A50 ist das iPhone XR. Dennoch stellt es vor allem für Apple-Nutzer den preiswertesten Einstieg in die moderne Smartphone-Welt aus Cupertino dar. Größentechnisch siedelt sich das XR mit 6,1-Zoll-Display zwischen iPhone XS (5,8 Zoll) und iPhone XS Max (6,4 Zoll) an – für viele die goldene Mitte. Zu den größten Vorteilen des iPhone XR gehört die lange Akkulaufzeit, die bei den 2018er-iPhone-Modellen den Spitzenplatz einnimmt. Leichte Abzüge gibt es hingegen für das Display (LCD statt OLED) und das Fehlen einer Dual-Kamera.

Vorteile: Günstiger als iPhone XS (Max), lange Akkulaufzeit, größentechnisch in der (goldenen) Mitte
Nachteile: LCD statt OLED-Display, keine Dual-Kamera

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Das Kompakte: Samsung Galaxy S10e

Handlicher als viele aktuelle Top-Smartphones ist das Samsung Galaxy S10e, das trotz 5,8-Zoll-Display noch auf kompakte Abmessungen von 142.2 x 69,9 x 7,9 mm kommt. Wer sein Handy gerne noch bequem mit einer Hand bedienen, aber trotzdem bei der Leistung keine Abstriche eingehen will, greift zum Galaxy S10e von Samsung. Das S10e bietet ebenfalls einen pfeilschnellen Prozessor, scharfes und kontrastreiches AMOLED-Display und eine tolle Dual-Kamera (aber ohne Telefoto-Linse). Auf einen Fingerabdrucksensor im Display muss das S10e aber verzichten, dieser ist im Rahmen untergebracht.

Vorteile: Kompakte Bauweise, schnelle Performance, tolle Kamera
Nachteile: Kein In-Display-Fingerabdrucksensor, keine Telefoto-Linse

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Der Dauerläufer: Moto G7 Power

Nomen est omen: Highlight des Moto G7 Power ist natürlich sein gigantischer 5.000-mAh-Akku. In Kombination mit der vergleichsweise geringen Displayauflösung und der energiesparenden Hardware sorgt das für exzellente Akkulaufzeiten von zwei Tagen und mehr. Für echt „Roadwarrior“, die lange unterwegs sind und nur hin und wieder zu einer Steckdose kommen, ist das Moto G7 Power der ideale Begleiter. Beim Display (HD-Auflösung) und der Kamera (Single-Sensor mit 12 MP) muss man aber Abstriche machen.

Vorteile: Herausragende Akkulaufzeit dank 5.000-mAh-Akku in Kombination mit energiesparender Hardware
Nachteile: Niedrig auflösendes HD-Display, nur Single-Kamera

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Smartphone-Kauf: Worauf muss ich achten?

Betriebssystem: Heutzutage haben Smartphone-Käufer im Grunde nur noch die Wahl zwischen Android und iOS (iPhone). Funktionstechnisch haben sich beide Systeme in den letzten Jahren zwar weitgehend angeglichen, doch Android-Smartphones sind noch immer flexibler und bieten eine größere Auswahl an Endgeräten. iPhones eignen sich vor allem für Menschen, die bereits andere Apple-Produkte verwenden. Ein weiterer Vorteil sind die regelmäßigen und langen Softwareupdates direkt vom Hersteller.

Größe: Auch bei immer kleiner werdenden Rändern und neuen Bildformaten gilt die Faustregel: je größer das Display, desto schwieriger die Ein-Hand-Bedienung. Wer viel wert drauf legt, sein Handy noch bequem mit einer Hand bedienen zu können, sollte kein Smartphone mit einer Displaydiagonale von 6 Zoll oder mehr wählen.

Kamera: Smartphone-Kameras sind in den vergangenen Jahren immer besser geworden. Die Hersteller lassen sich diese Fortschritte aber auch fürstlich bezahlen. Für Handykäufer stellt sich daher die Frage, ob sie wirklich eine Smartphone-Kamera mit zwei, drei oder mehr Linsen, optischem Zoom, Nachtmodus usw. brauchen. Wer seine Schnappschüsse ohnehin nur auf Instagram oder Facebook teilt, braucht nicht die neueste High-End-Kameratechnik in seinem Smartphone – und kann an dieser Stelle ordentlich Geld sparen.

Speicher: Wie viel Speicher man im Smartphone benötigt, hängt vom eigenen Nutzungsverhalten ab. Bei Android-Smartphones stellen 32 GB das absolute Minimum dar, sofern sich der Speicher erweitern lässt. Besser und bereits in der Mittelklasse Standard: 64 GB. Wer viele Fotos knipst, grafisch aufwändige Games spielt oder auch unterwegs seine Musiksammlung mitnehmen möchte, sollte ein Handy wählen, das mindestens 128 GB mitbringt – am besten sogar noch mehr. Die gleiche Regel gilt auch für iPhones. Allerdings: Die Apple-Smartphones können traditionell nicht im Speicher erweitert werden. Hier muss man sich also im Vorfeld klar darüber sein, was man mit seinem iPhone alles machen möchte und die richtige Speichervariante wählen.

Anschlüsse: Käufer von Android-Smartphones sollten darauf achten, dass das Handy einen USB-C-Anschluss zum Laden und zur Datenübertragung verwendet. Der Standard bietet unter anderem höhere Übertragungsgeschwindigkeiten und einen beidseitig einstöpselbaren Stecker. Mittlerweile ist der USB-C-Anschluss selbst in der Einsteigerklasse Standard. Lediglich Low-End-Handys unter 100 Euro besitzen hin und wieder noch microSD-Anschlüsse. Wer teure Kopfhörer mit Klinkenstecker besitzt und diese auch an seinem Handy verwenden will, kommt nicht um ein Smartphone mit 3,5-mm-Kopfhöreranschluss herum – auch wenn Hersteller auf dieses Feature zumindest in der Oberklasse immer öfter verzichten. Apples iPhones sind hingegen nur mit einem Lightning-Port erhältlich und besitzen seit der 2017er-Generation allgemein keinen Kopfhöreranschluss mehr.

Staub- und Wasserschutz: Moderne Smartphones sind heute oft gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt. Wie gut das funktioniert, sagt die sogenannte IP-Zahl aus. Eine genaue Erklärung dazu gibt es hier: IP65, IP67 & IP68-Smartphone-Zertifizierung/-Schutzklasse: Was bedeutet das? Oberklasse-Smartphones sollten mindestens die IP67-Zertifizierung mitbringen.

Akku und Akkulaufzeiten: Die Akkulaufzeit des Smartphones hängt einerseits der individuellen Nutzung ab, andererseits von den verbauten Komponenten. Ein hochauflösendes WQHD- oder sogar 4K-Display verbraucht mehr Energie als ein Bildschirm mit HD-Auflösung. Gleiches gilt für den Vergleich zwischen High-End-Prozessor und energiesparendem Einsteiger-Chip. Bei Android-Smartphones stellen 3.000 mAh das absolute Minimum dar. iPhones kommen aufgrund der Optimierungen zwischen Hard- und Software auch mit weniger aus. Schnelles kabelgebundenes Laden und/oder Wireless Charging sollten alle Smartphones ab der gehobenen 700-Euro-Preisklasse besitzen.

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