Jigoku Shoujo

jigoku shoujo titelbild
In Jigoku Shoujo werden verschiedene Tragödien von unterschiedlichen Charakteren episodenhaft dargestellt. Wenn man jemanden abgrundtief hasst, kann man jeden Tag um Mitternacht dem Jigoku Shoujo den Namen der verhassten Person über eine Website zukommen lassen. Daraufhin taucht das Höllenmädchen Enma Ai auf, gibt dem Auftragsteller eine kleine Strohpuppe mit einem Band um den Hals und erklärt dann die Bedingungen. Die Person, die vom Auftraggeber ausgewählt wurde, wird zunächst gequält und anschließend in die Hölle geschickt, wenn das Band um den Hals der Puppe gezogen wird. Doch es gibt einen Haken. Sobald der Pakt eingegangen wird, trägt der Auftraggeber bis zum Ende seines Lebens ein Stigma auf der Haut, das den Pakt symbolisiert – denn nach dem Tod wird auch diese Person in die Hölle geschickt. Von daher sollte sich jeder Auftraggeber genau überlegen, ob es das Wert ist. Manche Personen würden vielleicht sofort sagen, dass sie niemals einen solchen Pakt eingehen würden. Doch diese sollten sie sich wirklich diese Serie ansehen. Denn was den Charakteren teilweise widerfährt, ist nahe am Rand des absoluten Wahnsinns und ich konnte so gut wie jedes Mal nachvollziehen, dass die Personen sich zu diesem Schritt entschlossen haben, um wenigstens ein glückliches Leben führen zu können, auch wenn sie die Ewigkeit in der Hölle danach erwartet. Jigoku Shoujo schreibt keine große Geschichte, da die Folgen meistens in sich abgeschlossen sind. Das, was mich so an die Serie gefesselt und niemals Langweile hat aufkommen lassen, ist der Horror, der ihr innewohnt. Die Erlebnisse der Personen sind nur schwer zu verdauen – ähnlich wie bei dem Manga Confidential Confessions – und verursachen ein ganz unbehagliches Gefühl beim Zuschauer. Jigoku Shoujo ist ein Anime, der mich mitreißt und mitleiden lässt und das ist genau das, was ich von einer Serie erwarte.

Jigoku Shoujo Opening