Stell dir vor du präsentierst ein neues autonomes Auto auf einer der größten Fachmesse der Welt und es fährt gegen eine Wand. Diese Blamage musste der deutsche Autohersteller Audi über sich ergehen lassen. Doch für den Totalausfall gibt es laut den Mitarbeitern eine ganz einfache Erklärung.

Audi AI:ME – Testfahrt in autonom fahrenden Komfort-Auto endet mit Crash

Während der Autofahrt einfach mal abschalten, sich in Ruhe zurücklehnen und dank VR-Technik den kilometerlangen Teerstraßen entkommen. Die Idee von Audis neuem Konzeptwagen, dem Audi AI:ME, klingt vielversprechend. Komplett fehlerfrei scheint die Technik aber noch nicht zu funktionieren, wie eine Testfahrt auf der diesjährigen CES eindrucksvoll unter Beweis stellte. Anstatt sicher über den Testparcours zu düsen, küsste der Prototyp mit dem rechten Kotflügel eine Mauer. Zu Schaden kam bei dem Unfall zwar keiner der Insassen, Audis Image hingegen dürfte durch den Vorfall sehr wohl einige Blessuren davontragen.

Audis Designstudie: Der neue AI:ME in Bildern:

Audi
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Laut Heise hatten die Audi-Techniker das Problem bereits kurz nach dem Vorfall ausfindig gemacht: Eine Kombination aus zu starker Sonneneinstrahlung und zu schwachem GPS-Signal. Für die Navigation über den Testparcours setzte Audi auf QR-Codes. Anscheinend leuchtete die Sonne während der Testfahrt zu hell auf einen der QR-Codes, sodass dieser nicht richtig vom Auto registriert und gelesen werden konnte. Das autonome Fahrzeug verlor die Orientierung und rammte gegen eine Mauer.

Mit einem Serienfahrzeug sei ein solcher Unfall ausgeschlossen, erklärte ein Audi-Sprecher. Im Gegensatz zum Konzeptwagen sind diese mit deutlich höherem Redundanzgrad und mehr Sensoren ausgestattet.

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Autonomes Audi-Auto: Entspannt durch den Stau dank VR-Technik

Neben der Möglichkeit, sich autonom durch den Verkehr zu bewegen, soll der Audi AI:ME auch noch viele weitere Innovationen bieten. Die Bedienung des Bordcomputers erfolgt etwa via Eye-Tracking. Mit anderen Worten: Die Bildschirminhalte werden auf dem OLED-Screen wiedergegeben, welcher auf der Windschutzscheibe angebracht ist. Um eine Option auszuwählen reicht es aus, den entsprechenden Menüpunkt anzugucken.

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Damit einem während der Autofahrt nicht langweilig wird, hat Audi im Konzeptwagen VR-Brillen verbaut. Die Headsets können dazu genutzt werden, um dem Stau zumindest digital zu entkommen und sich an einen virtuellen Rückzugsort zu flüchten. Nettes Gimmick: Die Bewegungen des Autos spiegeln sich auch in der virtuellen Realität wieder. Fährt das Auto schnell, ziehen die virtuellen Landschaften fix vorbei, fährt man eine Kurve, wird auch das in der VR-Brille abgebildet.

Wer sich jetzt fragt, wann man mit dem Verkaufsstart des neuen Audis rechnen kann, den müssen wir enttäuschen. Laut der offiziellen Webseite handelt es sich bei dem Wagen lediglich um eine Designstudie.