Disney+ Streamingdienst: Deutschland-Start vorgezogen – Preis, Inhalte & mehr

Thomas Kolkmann 4

Die Walt Disney Company ist schon lange nicht mehr nur die große Trickfilmschmiede aus Los Angeles. Zu dem riesigen Medienkonzern gehören unter anderem auch Pixar, Lucasfilm, die Marvel Studios und 21st Century Fox. Mit dem vielfältigen Angebot könnte man natürlich auch seinen eigenen Streamingdienst ins Leben rufen, und genau das ist „Disney+“ auch. Nun wurde der Deutschland-Start ein Stück vorgezogen.

Disney+ | „Start Streaming“-Trailer.

Eigentlich war der Deutschland-Start von Disney+ für den 31. März 2020 geplant – überraschenderweise geht es jetzt eine Woche früher los. Wie Disney angekündigt hat, wird der Streamingdienst in Deutschland, Österreich, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern nun schon am 24. März 2020 an den Start gehen. Auf welchen Geräten der Streamingdienst ab Launch funktionieren wird und welche Inhalte in den USA geboten werden, ist ebenfalls schon bekannt.

Disney+: Das Wichtigste in Kürze

  • Der Streamingdienst Disney+ ist am 12. November 2019 in den USA, Kanada und den Niederlanden gestartet.
  • Der Deutschland-Start für Disney+ ist für den 24. März 2020 angesetzt.
  • Die monatlichen Kosten werden 6,99 Euro betragen, alternativ kann man ein Jahresabo für 69,99 Euro abschließen.
  • Disney+ wird (familienfreundliche) Inhalte aus dem gesamten Disney-Angebot anbieten (Walt Disney, Pixar, Marvel, Lucasfilm, National Geographic, 21st Century Fox etc.).
  • Exklusive Serien & Filme (Star Wars, High School Musical, Monster-AG).
  • Kommende Kino-Blockbuster nur im Disney+-Abo streambar (Toy Story 4, Avengers: Endgame, Star Wars: Episode IX).
  • Archiv der Disney-Klassiker (Schneewittchen, Bambi, Peter Pan etc.).

Disney+: Deutschland-Start & Kosten des Streamingdienstes

Wie der Medienkonzern schon im August 2017 angekündigt hat, wird Disney seine Inhalte 2019 von Netflix (und anderen Streaming-Anbietern) abziehen und mit der Mehrheitsbeteiligung an der Streaming-Firma BAMTech seine eigenen Video-on-Demand-Dienste aufbauen. Disney+ wird zuerst in den USA, Kanada und den Niederlanden am 12. November 2019 sowie in Australien und Neuseeland am 19. November 2019 beginnen. Der Startschuss in Deutschland fällt erst am 24. März 2020.

Disney+ wird dabei günstiger sein, als die Konkurrenz von Netflix & Co. So soll der Dienst monatlich für 6,99 Euro oder im Jahrespaket für vergünstigte 69,99 Euro angeboten werden.

Den günstigeren Preis begründete Iger schon zuvor damit, dass Disney zwar ein breitgefächertes Angebot hat, trotzdem aber insgesamt weniger Inhalte anbieten würde – dementsprechend sollen auch die Kosten für den Endkunden niedriger ausfallen. Darüber hinaus wolle man gerade „zum Start des Dienstes so viele Kunden wie möglich anlocken“, wie Iger erklärt.

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Inhalte von Disney+

Welche Inhalte es zum Start in den USA auf Disney+ zu sehen gibt, hat der Konzern bereits im Detail angekündigt. Eine komplette Liste findet ihr hier: Disney+ – alle Serien & Filme des Streamingdienstes in der Übersicht. Schon auf der Präsentation in den Walt Disney Studios (Burbank) am 11. April 2019 hat Disney-CEO, Robert „Bob“ Iger, die finalisierten Pläne zum geplanten Streaming-Service Disney Plus (Disney+) vorgestellt. Disney plant bereits im ersten Jahr des Streamingdienstes 10 neue Filme und 25 neue Serien exklusiv auf die eigene Video-on-Demand-Plattform zu bringen.

Zu den vorerst exklusiven Inhalten des Disney-Streamingdienstes sollen „The Mandalorian“, eine Live-Action-Serie aus dem „Star Wars“-Universum, TV-Serien zu „Monster AG“ und „High School Musical“ sowie eine Marvel-Serie zu „Loki“ zählen. Desweiteren sind aktuell noch unbekannte Filmprojekte geplant.

Und auch die zukünftigen Blockbuster sollen nach ihrem Auftritt im Kino exklusiv auf Disney+ veröffentlich werden. Unter anderem werden so „Toy Story 4“, „Avengers: Endgame“, „Die Eiskönigin 2“, „Star Wars: Episode IX“ und die Realverfilmung von „Der König der Löwen“ nicht mehr auf konkurrierenden Streaming-Plattformen zum Abruf bereitgestellt.

Neben den neuen und teilweise exklusiven Produktionen von Walt Disney selbst, werden auch Inhalte von Pixar, Marvel, Lucasfilm und National Geographic auf dem Service zu finden sein.

©The Walt Disney Company/Pixar Studios.

Mit der Übernahme von 21st Century Fox durch Disney, hat das Unternehmen auch die Rechte an Die Simpsons, Family Guy, Homeland und vielen weiteren Serien und Filmen. Mittlerweile wurde bestätigt, dass alle 30 Staffeln der gelben Familie aus Springfield ebenfalls auf Disney+ abrufbar sein werden.

Da Iger aber explizit von „familienfreundlicher“ Unterhaltung im Bezug auf den Disney+-Streamingdienst sprach, ist es fraglich, ob auch andere, an Erwachsene gerichtete Inhalte, auf Disney+ angeboten werden. Die Tatsache, dass Disney nach der Übernahme von 21st Century Fox insgesamt 60 Prozent des erfolgreichen US-Streamingdienstes „Hulu“ gehören, spricht ebenfalls dagegen. Zumindest in den USA kann Disney dann die Erwachsenen-Inhalte auf Hulu statt auf Disney+ platzieren.

Keinen eigenen Streamingdienst für Marvel & Star Wars?

Im Jahr 2017 gab es noch die Überlegung, dass man zwischen den verschiedenen Angeboten von Disney unterscheidet und so gleich mehrere Streamingdienste anbietet. Wie Bob Iger damals erklärte, könnten die Filme und Serien von Marvel und Lucasfilm als eigene Dienste oder Zusatzpakete angeboten werden und nicht im Disney+-Streaming-Service enthalten sein.

Disney befürchtete, dass sich die Disney-Fans und Marvel- sowie Star-Wars-Fans möglicherweise nicht so stark überlappen, was es logischer machen würde, die Inhalte seperat zu halten. Auf Disney+ sollen nun aber auch Inhalte anderer Studios zu sehen sein, einzige Vorgabe aktuell: Die Inhalte auf Disney+ sollen „familienfreundlich“ sein.

Neuer Streaming-Dienst von Disney: Seid ihr dabei?

Disney plant für 2019 einen eigenen Streaming-Dienst und will Anbietern wie Netflix oder Amazon Video direkt Konkurrenz machen. Ist das eine gute Idee? Nehmt an unserer Abstimmung teil und erfahrt, was andere Leser zu dem Thema denken!


Quellen: The Walt Disney Company,The New York Times, Variety

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