Was ist WLAN? Und wie funktioniert es?

Selim Baykara 2

Was ist eigentlich WLAN? Eine gute Frage: Im Internet findet man zahlreiche Erklärungen, wie man WLAN installiert, einrichtet oder Probleme mit WLAN löst. Die Frage, was WLAN eigentlich ist, geht dabei unter. Diesen Umstand wollen wir ändern. Im folgenden Artikel erklären wir, wie WLAN funktioniert, wozu es gut ist und ob die Übertragung per WLAN sicher ist.

Was ist WLAN – Kurz erklärt

WLAN ist eine Abkürzung und steht für Wireless Local Area Network, zu deutsch: Drahtloses Lokal-Netzwerk. Das Schlüsselwort lautet: Drahtlos. Mit WLAN könnt ihr euch per Funkverbindung mit dem Computer ins Internet einwählen. Die Verbindung erfolgt dabei über den sogenannten WLAN-Router. Im Unterschied zum „normalen“ LAN ist der Router aber nicht mit einem Kabel an den Rechner angeschlossen – die Verbindung läuft über ein Funksignal. Dadurch eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten in Bezug auf Komfort und Mobilität. Mit WLAN könnt ihr an jedem beliebigen Ort eures Haushalts oder Arbeitsplatzes ins Internet gehen, ohne immer darauf achten zu müssen, dass gerade ein Kabel zur Hand ist – gerade bei Laptops ist WLAN heute deswegen gängiger Standard.

Was ist WLAN – Und wie funktioniert es?

Um WLAN zu nutzen benötigt ihr drei Komponenten (Detaillierte Tipps zur Einrichtung eines Netzwerks findet ihr im Guide Netzwerk einrichten unter Windows):

  • Internetleitung
  • WLAN-Router
  • WLAN-fähigen Rechner

Die Internetleitung schaltet ihr bei eurem Internet-Provider frei: Sie sorgt dafür, dass ihr überhaupt Zugang zu den Daten im Internet habt. Um den Datenstrom zu verwerten, benötigt ihr zudem einen WLAN-Router. Dieses Gerät ist die Schaltzentrale zwischen Internet und eurem Rechner (bzw. allen anderen Geräten, mit denen ihr ins Internet geht). Der WLAN-Router analysiert und verwertet die ankommenden Daten und leitet sie anschließend an euren Rechner weiter. Zu guter Letzt muss euer Rechner WLAN-fähig sein – dazu benötigt er eine WLAN-Karte.

Wie funktioniert das Internet? Kurz und bündig erklärt

  • Einen erhaltet ihr im Fachhandel, bei vielen Internet-Provider, z.B. 1&1,  wird der Router aber direkt bei Freischaltung der Internet-Leitung mitgeliefert.
  • Um die WLAN-Karte müsst ihr euch in der Praxis keine Sorgen machen: Alle handelsüblichen Rechner werden heutzutage mit integrierter WLAN-Karte geliefert.
  • Eine dezidierte WLAN-Karte benötigt ihr im Prinzip nur, wenn ihr ein älteres Computermodell nachrüsten und WLAN-fähig machen wollt.
  • Die wird in den PCI-Slot des Rechner eingebaut und ist im Fachhandel für unter 20 Euro erhältlich.
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Geschwindigkeit und Reichweite von WLAN

Die Geschwindigkeit der Datenübertragung hängt vom verwendeten Funkstandard ab.

  • Lange Zeit war der Standard 802.11g gängig, der mit bis zu 54 MBit/Sekunde Daten überträgt.
  • Der Nachfolgestandard 802.11n erlaubte Geschwindigkeiten von bis zu 150 Mbit/Sekunde.
  • Inzwischen wurde der neue WLAN-Standard 802.11a vorgestellt, der sogar mit bis 1300 MBit/Sekunde überträgt.

Der neue Standard soll für eine bessere Datenübertragung in dichtbesiedelten Wohngebieten sorgen, für die durchschnittliche DSL-Verbindung mit 16 MBit/Sekunde reicht bislang aber der Funkstandard 802.11n. Interessanter ist da schon die Frage nach der Reichweite: In der Regel beträgt sie 30 Meter, d.h. ihr könnt in einem Umkreis von 30 Metern (ausgehend vom Router) per WLAN ins Internet gehen. Für die meisten Haushalte reicht das aus, wenn es aber doch mal Verbindungs-Probleme (z.B. auf dem Dachboden oder im Hobbykeller) geben sollte, könnt ihr die Reichweite mit einem WLAN-Repeater erhöhen. Lest dazu den Ratgeber WLAN verstärken und Reichweite erhöhen: Tipps und Tricks.

Wie sicher ist WLAN?

Kurz gesagt: Relativ sicher. Absolute Sicherheit wird es vermutlich nie geben, der heute übliche Verschlüsselungsstandard WPA2 gilt aber seit geraumer Zeit als hinreichend sicher.

  • Wenn ihr einen älteren WLAN-Router verwendet, kann es sein, dass dort noch der alte Standard WEP voreingestellt ist. Diesen Standard solltet ihr meiden, da er sich relativ schnell knacken lässt.
  • Im Zweifelsfall könnt ihr auch mit WPA verschlüsseln, der Nachfolger WPA2 ist aber noch einmal sicherer.
  • Bei der Übertragung von sensiblen Daten (z.B. bei Diensten wie PayPal) solltet ihr darauf achten, dass die Verbindung über das Verschlüsselungsprotokoll SSL läuft.
  • Unser Guide  SSL-Verbindungsfehler in Chrome und Co.: Lösungen und Hilfe hilft euch, falls ihr Probleme damit habt.
  • Noch sicherer wird es nur, wenn ihr auf WLAN verzichtet und per Kabel ins Internet geht: Potentielle Datendiebe müssten eure Verbindung dann nämlich physisch anzapfen.

Bildquellen: Bildagentur Zoonar GmbH , Young Blonde Woman Sits With Laptop In Alpine Meadow Before Mountain, ruigsantos, Konstantin Faraktinov

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