Aller guten Dinge sind drei: Das Galaxy Z Fold 2 ist Samsungs drittes Falt-Handy. Im Vergleich zum direkten Vorgänger will der südkoreanische Hersteller einige Schwachstellen ausgebügelt haben. Wie gut das funktioniert hat, habe ich in den ersten 48 Stunden mit dem Smartphone genauer unter die Lupe genommen. 

 

Samsung Electronics

Facts 

Um es gleich vorwegzunehmen: Nein, auch das Galaxy Z Fold 2 ist nicht über Nacht zum Schnäppchen geworden. Rund 2.000 Euro kostet das Handy. Den größten Kritikpunkt – den Preis – konnte Samsung also nicht beseitigen. Rein technischer Natur sind die Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger – dafür springen sie aber umso mehr ins Auge, wie die ersten 48 Stunden mit dem Falt-Handy beweisen.

Samsung Galaxy Z Fold 2: Ich klappe das Handy weniger auf

Endlich ein größeres Cover-Display! Im ersten Galaxy Fold war das nach außen gerichtete Display ein schlechter Witz. Viel zu klein war der Bildschirm mit seiner 4,6-Zoll-Diagonale. Mehr als kurz WhatsApp zu checken konnte man damit kaum machen, ohne akute Platzangst zu bekommen. Im Galaxy Z Fold 2 hingegen kommt das Display auf 6,23 Zoll und erstreckt sich über die gesamte Länge des Geräts. Die überraschende Folge: So oft wie beim Vorgänger muss sich Samsungs neues Falt-Handy gar nicht mehr aufklappen.

Ist das Galaxy Z Fold 2 aber mal aufgeklappt, wird man nicht mehr von diesem riesigen Notch erschlagen, der beim Vorgänger in der rechten oberen Ecke zu sehen war. Stattdessen hat Samsung ein dezentes Kameraloch verbaut. Man mag kaum glauben, was das für einen gigantischen Unterschied in der Praxis ausmacht. Vielleicht spricht da aus mir auch der innere Monk, aber diese völlig kaputte Symmetrie hat mich beim Original-Fold in den Wahnsinn getrieben.

Einen besseren Blick auf das Samsung Galaxy Z Fold 2 gibt es hier im Video: 

Samsung Galaxy Z Fold 2: Das neue Falt-Smartphone im Video

Samsung verbessert das Scharnier im Galaxy Z Fold 2

Überrascht bin ich ebenso – und zwar im positiven Sinne – vom Scharnier im Galaxy Z Fold 2. Hier hat sich Samsung extrem viel Mühe gegeben und das merkt man auch. Das Falt-Handy lässt sich nicht zu leicht öffnen, aber eben auch nicht zu schwer – perfekt ausbalanciert, wenn man so will. Im Vergleich zur ersten Generation ist das Scharnier auch beinahe stufenlos und gibt dem Smartphone in jeder Öffnungsposition genügend halt.

Nach zwei Tagen zeigt sich bereits, dass Samsungs neues Falt-Smartphone vor allem eines ist: Feinschliff. Erschien der Vorgänger noch wie Prototyp, ein „Guckt mal, was unsere Ingenieure können“-Handy, hinterlässt das Galaxy Z Fold 2 den Eindruck eines fertigen Produktes. Ob sich der positive Ersteindruck bestätigt, wird der finale Test zeigen – bald auf GIGA.