Im ewigen Kampf zwischen Intel und AMD steht Intel während der Corona-Pandemie besser da als die Konkurrenz. Neuen Zahlen zufolge hat man AMD zum ersten Mal seit Jahren Marktanteile abluchsen können. Das hat vor allem mit Lieferengpässen zu tun.

Prozessoren: Intel wächst stärker als AMD

Intel und AMD gehören zu den Gewinnern der Corona-Krise. Im vierten Quartal 2020 können beide Konzerne ein Plus von rund 20 Prozent angeben, wenn es um den Verkauf von Prozessoren geht. Intel kommt dabei aber deutlich besser weg. Zum ersten Mal seit Sommer 2017 hat man Marktanteile von HMD übernehmen können, wie die Marktforscher von Mercury Research berichten. Im Desktop-Bereich ging es bei AMD im Vergleich zum Vorjahresquartal von 20,1 Prozent auf nun 19,3 Prozent zurück. Ähnlich sieht es bei mobilen Prozessoren aus. Nur im Server-Bereich hat AMD geringfügig zulegen können. Insgesamt liegt der Marktanteil von AMD im vierten Quartal 2012 bei 21,7 Prozent.

AMD und Intel sind nicht gleichermaßen von Lieferengpässen während der Corona-Pandemie betroffen. Letztlich hat es Intel besser verstanden, auf neue Umstände zu reagieren. Man hat die Produktionskapazitäten kontinuierlich ausgebaut, sodass signifikante Schwierigkeiten bei der Lieferungen so gut wie ausbleiben.

Anders sieht es bei AMD aus, wo mit der Produktion von Prozessoren hinterhergehinkt wird. Einige Prozessoren und Grafikkarten von AMD sind daher auch heute noch kaum verfügbar. Falls sie doch in den Läden auftauchen, dann sind sie oft teurer als gewöhnlich. Hier sind insbesondere die günstigeren Modelle betroffen, die für den Hersteller eine niedrigere Marge bedeuten. Intel wiederum bietet in diesem Bereich nicht selten ein attraktiveres Angebot.

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Wegen Corona: Desktop-Markt wächst schnell

2020 war ein ungewöhnliches, aber erfreuliches Jahr für den PC-Markt. Hier hat es ein rasantes Wachstum gegeben, das so zuletzt vor über zehn Jahren beobachtet wurde. Auch durch die verstärkte Arbeit im Homeoffice wird sich der Absatz von PCs und Notebooks spürbar erhöht haben.