Microsoft hat soeben mit Windows 11 den Nachfolger von Windows 10 vorstellt. Es wurden viele Neuerungen enthüllt und einige davon begeistern mich besonders. Ein großes Fragezeichen bleibt aber trotzdem.

 
Windows 11
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Windows 11: Diese sechs Neuerungen begeistern mich besonders

Wie erwartet hat Microsoft mit Windows 11 den Nachfolger von Windows 10 heute offiziell vorgestellt. In der nächsten Woche wird die erste Vorversion an die Tester rausgehen, dort werden aber noch nicht alle hier gezeigten Neuerungen enthalten sein. Mit der Zeit werden diese aber integriert.

  1. Taskleiste und Startmenü
    Bild: blogs.windows.com
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    Zugegeben, ich musste mich zunächst an die neue Taskleiste und das neue Startmenü gewöhnen, aber mittlerweile bin ich überzeugt davon, dass man damit produktiver arbeiten kann. Man erreicht schneller die Dokumente und Programme, die man braucht, kann die Suche direkt nutzen und die Ausrichtung in der Mitte ist auch nicht verkehrt. Funktioniert bei macOS ja auch.

  2. Design
    Windows 11 wurde optisch komplett überarbeitet. Es wirkt deutlich einheitlicher, hat nun runde Ecken bekommen und Microsoft hat generell alles angefasst, damit es schöner und nahtloser wirkt. Man kann alles nach seinen Bedürfnissen anpassen. Das Betriebssystem soll sich nach der Nutzerin und dem Nutzer richten.
  3. Updates
    Microsoft geht mit Windows 11 einen der größten Kritikpunkte an dem Betriebssystem an: Updates! In Windows 11 sind Updates 40 Prozent kleiner, können damit schneller heruntergeladen und installiert werden, verbrauchen nicht so viel Speicherplatz und installieren sich zudem im Hintergrund.
  4. Windows-Widgets

    Bild: blogs.windows.com
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    Microsoft bringt mit Windows 11 die Widgets zurück. Noch stärker als unter Windows Vista und dieses Mal tatsächlich auch nützlich. Microsoft kombiniert nämlich praktische Widgets und News in einem Bereich, den man individuell anordnen und bei Bedarf sogar im Vollbild nutzen kann. Google muss sich da ganz schön warm anziehen. Microsoft News wird unter Windows 11 in Kombination mit den Widgets eine starke Konkurrenz für Google Discover.

  5. Produktivität

    Bild: blogs.windows.com
    Bild: blogs.windows.com

    Richtig toll sind die vielen Änderungen gelungen, die die Produktivität steigern. Mit „Snap Layouts“ lassen die Programme in Fenstern individuell auf dem Monitor anordnen. „Snap Group“ sorgt dann dafür, dass man da weiter arbeiten kann, wo man aufgehört hat. Windows 11 merkt sich nämlich den letzten Status und Aufbau auf dem Desktop und bringt diesen direkt wieder zurück. Nie wieder alle Programme manuell öffnen und anordnen, wenn man den Arbeitstag startet. Halleluja! Und das Beste? Windows 11 kann sich die Einstellungen an externen Monitoren merken. Arbeitet man an einem Laptop und steckt dieses ab, wird beim erneuten Verbinden alles so wiederhergestellt, wie es vorher eingestellt wurde. Einfach genial und längst überfällig.

  6. Android-Apps

    Bild: blogs.windows.com
    Bild: blogs.windows.com

    Ein wirklich starker Schritt von Microsoft. Android-Apps laufen nativ unter Windows 11. Einen kleinen Haken gibt es aber. Nicht der Google Play Store wird integriert, wie ich mir das gewünscht hätte, sondern der App Store von Amazon. Ich will aber keine voreiligen Schlüsse ziehen, denn wenn Entwickler merken, dass sie Millionen neue Nutzerinnen und Nutzer unter Windows 11 erreichen können, könnte der Amazon App Store richtig durchstarten. Ich bin also guter Dinge.

Ansonsten hat Microsoft noch Optimierungen für die Bedienung gezeigt. Bin aber sowieso kein großer Fan von Gesten. Microsoft Teams ist jetzt fester Bestandteil, nachdem Skype rausgeflogen ist. Es gibt Neuerungen fürs Gaming und den neuen Windows Store, der sicherer, schöner und schneller werden soll. Zudem soll man dort alle Apps finden, die man braucht. Warten wir mal ab, ob dieses Versprechen wirklich wahr wird. Grundsätzlich möchte sich Microsoft mit Windows 11 mehr öffnen und für die Zukunft aufstellen. Das Upgrade für Windows-10-Nutzerinnen und -Nutzer gibt es im Übrigen kostenlos. Erscheinen soll Windows 11 wohl Ende 2021.

Windows 11: Eine große Frage bleibt

Microsoft hat bisher immer gesagt, dass Windows 10 eigentlich die letzte Version von Windows wird. Hätte man die vielen Neuerungen also nicht einfach in Windows 10 integrieren können und das Betriebssystem so weiter voranbringen? Ich hab kein Problem damit, dass es nun doch ein Windows 11 gibt, trotzdem hat Microsoft damit die Strategie geändert. Wird es deswegen jetzt auch bald Windows 12, 13, 14 und so weiter geben? Fallen wir wieder in alte Muster zurück? Die nächsten Jahre werden es zeigen.

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