Die Nintendo Switch ist ein absoluter Bestseller. Dank ihrer kompakten Größe kann die Konsole problemlos transportiert werden, so flexibel einsetzbar wie ein PC ist der Handheld jedoch nicht. Kein Wunder also, dass sich einige Nutzer eine PC-Alternative zur Switch wünschen. Genau so eine ist gerade in Entwicklung – und die ersten Informationen und Bilder wirken vielversprechend. 

 

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Aya-Eve: Switch-Konkurrent setzt auf Ryzen-Prozessor und 16 GB RAM

Seit dem Startschuss der Nintendo Switch verkauft sich die Konsole wie geschnitten Brot. Kein Wunder also, dass selbst Dell Anfang des Jahres bereits ankündigte, dass man an einer Switch-Alternative arbeiten würde. Und auch GPD versucht mit seinen kompakten Geräten, die Schnittmenge aus PC-Spielern und Handheld-Enthusiasten zu bedienen.

Nun gibt es jedoch einen weiteren Anwärter für den Thron der Switch-Alternativen, wie TweakTown berichtet: Aya-Eve. Dabei handelt es sich um eine Konsole, die auf dem ersten Blick stark der Nintendo Switch ähnelt. An den Seiten finden sich alle Buttons und Controller, die man von der Nintendo-Konsole gewohnt ist, in der Mitte prangt das große LC-Display. Die Controller sollen sich zudem wie die Joy-Cons direkt eingeklinkt an der Konsole oder aber kabellos nutzen lassen.

Als Betriebssystem kommt beim Aya-Eve jedoch Windows 10 zum Einsatz – und auch unter der Haube gibt es einige nennenswerte Unterschiede. So werkelt als Prozessor in der „PC-Switch“ etwa ein AMD Ryzen 5 4500U, eine aktuelle Laptop-CPU, die man normalerweise in Mittelklasse-Notebooks findet. Hinzu kommen 16 GB DDR4-RAM und eine 512 GB große NVMe-SSD. Das Display misst in der Diagonale etwa 7 Zoll und löst mit 1.280 x 800 Pixeln auf.

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Dank der geringen Auflösung sollte die integrierte Grafikeinheit des Prozessors ausreichen, um selbst aktuelle Spiele in niedrigen Einstellungen mit etwa 30 Bildern pro Sekunde darstellen zu können. Bei grafisch weniger anspruchsvollen Spielen wie Rocket League fallen die Bildraten entsprechend höher aus. Hier können Nutzer wahrscheinlich mit dauerhaften 60 FPS rechnen. Unterm Strich bietet Aya-Eve auf dem Papier zwar deutlich mehr Hardware-Leistung als die Nintendo Switch, das könnte sich aber negativ auf die Akkulaufzeit des Gerätes auswirken. Zudem bleibt abzuwarten, wie gut die Bedienung des Betriebssystems mit dem Controller funktioniert.

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Gut und günstig? Switch-Alternative hinterlässt guten Ersteindruck

Die ersten Prototypen bieten neben einem USB-C- und einem USB-3.1-A-Port auch einen Slot für microSD-Karten und einen klassischen Klinkenanschluss für Kopfhörer an. Beim Akku setzt man auf ein Modell mit 47 Wh Kapazität, beim WLAN auf den aktuellen Wi-Fi-6-Standard. Mit einem Gewicht von 650 Gramm ist Aya-Eve zwar deutlich schwerer als eine reguläre Nintendo Switch (rund 400 Gramm), aber immerhin noch deutlich leichter als der aktuelle GPD Win Max, der auf ein Gewicht von knapp 800 Gramm kommt.

Aktuell geht man davon aus, dass das Aya-Eve für einen Preis von rund 600 US-Dollar auf den Markt kommen könnte. Sollten diese Angabe und die Qualität des Endproduktes stimmen, sollten sich GPD und das Team hinter dem SmachZ warm anziehen. Denn für den Preis bekommt man auf den ersten Blick erstaunlich viel Hardware geboten. Ein Verkaufsschlager wie die Nintendo Switch dürfte die PC-Alternative zwar nicht werden, Fans sollten das Projekt doch auf jeden Fall weiterhin im Auge behalten – auch wenn noch einige Zeit ins Land gehen dürfte, bevor das Projekt Marktreife erlangt.