Es ist eine echte Premiere: Die Formel 1 wird erstmals ein Rennen bei YouTube im Live-Stream zeigen – kostenlos und in voller Länge. Nach dem geplanten Ausstieg von RTL könnte die Formel 1 im Internet eine neue Heimat finden. Einen kleinen Haken gibt es aber trotzdem.

 

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Formel 1 bei YouTube: Kostenlose Streams angekündigt

Der Formel-1-Kanal bei YouTube wird bald schon nicht mehr einfach nur Highlights und News zeigen, sondern auch Rennen in voller Länge. Der Große Preis der Eifel wird als Test live bei YouTube übertragen, wie Google Deutschland höchst offiziell bestätigt hat. Das Rennen auf dem Nürburgring wird am 11. Oktober 2020 gezeigt – aber nicht auf der ganzen Welt. Die Lizenz hat allem Anschein nach nur für sieben europäische Länder gereicht. Deutschland ist mit dabei, ebenso wie die Schweiz und die Niederlande.

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Neben dem Grand Prix der Eifel wird es auch eine Vorberichterstattung sowie eine anschließende Analyse mit Highlights geben. Unklar bleibt, in welcher Sprache und von wem das Rennen kommentiert wird. Ob es einen einzigen Kommentar auf Englisch geben wird oder jedes Land eigene Kommentatoren erlaubt, erfahren wir dann erst im Oktober.

Es handelt sich um das erste Rennen, das (legal) bei YouTube in voller Länge zu sehen sein wird. Zuvor hatte es bei Twitch bereits ein ähnliches Pilotprojekt gegeben, als im Jahr 2019 der Große Preis von Mexiko gestreamt wurde. Insbesondere die Zielgruppe der unter 35-Jährigen soll mit Live-Streams von der Formel 1 überzeugt werden. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass später bei YouTube auch weitere Rennen live gezeigt werden.

Formel 1 bei YouTube: RTL steigt aus

Deutsche Fans der Formel 1 dürften sich über den Live-Stream bei YouTube besonders freuen. Im Juni wurde bekannt, dass sich RTL nach 30 Jahren vom PS-Zirkus verabschieden und stattdessen lieber auf Fußball setzen möchte. Zuletzt sanken die Quoten so stark, dass sich der finanzielle Einsatz nicht mehr lohnen würde.

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Zu den Gründen für den Rückzug hieß es bei RTL: „Der Wettbewerb um die TV-Rechte hat sich verändert, den Markt teils überhitzt und damit den durchaus ambitionierten, dennoch wirtschaftlich vertretbaren Rahmen verlassen, den wir uns gesteckt haben“.