Nach seiner Rückkehr zu Twitch, ist Ninja bei Weitem nicht mehr die Nummer 1 auf der Plattform. Daran erinnern ihn vor allem junge Zuschauer, mit denen hat aber noch ganz andere Probleme.

 

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In einem Interview mit der New York Times spricht Twitch-Streamer Tyler „Ninja“ Blevins über das Ende von Mixer und wie seine jungen Zuschauer auf der Rückkehr zu Twitch reagierten. Außerdem thematisiert er das teils schlechte Verhalten junger Gamer/Zuschauer und des fehlenden Verantwortungsbewusstseins der Eltern. Ein weites Thema sind Streams mit Frauen und die Probleme, die Ninja darin sieht.

Vertrag mit Mixer: „Ich bereue nichts, was ich getan habe.“

Nachdem Mixer Mitte 2020 eingestellt wurde, kehrte Ninja zu Twitch zurück. Mit dem Scheitern von Mixer ziehen ihn gerade die „Kids“ in seinem Chat häufig auf und das nervt ihn gewaltig. Nicht nur, weil er seine Entscheidungen absolut nicht bereut, sondern weil mit den jungen Zuschauern kein Dialog möglich ist. Wenn er auf einen Kommentar von Zuschauern mit Namen wie „69fartsniffer“ eingeht, „kichern diese nur wie Schulmädchen“ und freuen sich, dass er sie beachtet hat. Für ihn ist „das Schlimmste“.

Rassistische Kommentare und die Rolle der Eltern

Ein weiteres Problem für ihn sind rassistische Kommentare während seines Streams. Ninja sagt, er kann darauf nicht reagieren, weil es möglicherweise nur dazu dient, ihn zu trollen, findet es aber bedenklich, dass Kinder „ihre erste Interaktion mit Rassismus“ bei ihm im Stream erleben. Für ihn sind es die Eltern, die mit ihren Kindern darüber reden müssen und er sieht sie in der Pflicht, sich anzuschauen, was ihre Kinder spielen und wie sie im Internet mit anderen Menschen umgehen. Er hält sich da lieber raus, da Streamer für rassistische Kommentare, während sie streamen, gebannt werden können.

Streaming mit Frauen

Ninja findet es schwierig, mit Frauen gemeinsam im Stream zu zocken. Er befürchtet, dass schnell Gerüchte die Runde machen, gerade wenn er nur mit einer anderen Gamerin streamt. Deswegen streamt er nur mit einer Gruppe, wenn er mit Frauen zockt. Da er jemand ist, der in der Öffentlichkeit steht, „hat er diesen Luxus nicht“.

Ob sein passives Verhalten auch nur eines dieser Probleme löst, ist fraglich. Ninja muss sich wohl die Frage gefallen lassen, warum er sich von seinen (jungen) Zuschauern einen Teil der Kontrolle über seine Inhalte wegnehmen lässt.