Temtem hat es bereits nach kurzer Zeit geschafft, viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, dafür gibt es positive sowie negative Gründe. Zum einen hat das Spiel die Aufmerksamkeit vieler geweckt und es wird für gut gefunden, dass der Entwickler bei Cheatern hart durchgreift. Anderen ist die Art und Weise, wie das geschieht, allerdings unsympathisch und zu streng. CremaGames reagiert nun.

 

Temtem

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Temtem

Was ist Temtem? Im Pokémon-ähnlichen Spiel schlüpfen die Spieler in die Rolle eines Temtem-Novizen, der seine Reise um die sechs Inseln des Fliegenden Archipels antritt. Der Clan Belsoto stellt sich ihm in den Weg und möchte die Inseln beherrschen. Temtems sind Kreaturen, die der Spieler trainieren kann und die 12 Elementen zugeordnet werden können. Das klingt so stark nach Pokémon, dass viele Temtem bereits als besseren Pokémon-Klon einordnen.

Das Spiel legte dementsprechend einen guten Start als Early Access-Titel hin und kann bereits zahlreiche Spieler verzeichnen. Viele Spieler bedeuten aber bei einem neuen Spiel auch viele Cheater, und gegen diese ging Entwickler CremaGames sehr strikt vor – was einigen Nutzern sauer aufstieß.

Können Temtems mit den süßen Pokémon mithalten?

So reagiert CremaGames auf Cheater in Temtem

Cheater gibt es leider überall und da ist man als Spieler froh, wenn der Entwickler sich dahinterklemmt und etwas dagegen unternimmt. Einen Erfolg konnte CremaGames bereits nach kurzer Zeit erzielen und postete das Ergebnis auf Twitter:

Wir haben gerade die erste Ladung von gesperrten Usern abgeschlossen. Fast 900 Spieler wurden dauerhaft aus Temtem verbannt.

Die Verbote sind endgültig und wir werden keine Einsprüche beantworten oder überprüfen. Wir haben zu 100% sichergestellt, dass jeder gebannte Nutzer entweder ein Betrüger ist oder Fehler absichtlich missbraucht hat.

Im Prinzip klingt das alles schön und gut, wenn da nicht die Sache mit den Einsprüchen wäre. Wieso wollte Temtem das Ganze so streng handhaben? Der Entwickler hatte auch darauf eine Antwort:

Vertraut keinen Cheatern. Sie wollen nur mehr Informationen über den Bann wissen, um es beim nächsten Mal zu vermeiden, entdeckt zu werden.

Sie werden lügen, um mehr Informationen zu erhalten und um eine minimale Chance zu erhalten, entbannt zu werden“, so Temtem.

Damit hatte sich der Entwickler allerdings ein dickes Eigentor geschossen. Die Community lehnte sich ordentlich gegen diesen Vorwurf auf und ließ der Unzufriedenheit freien Lauf:

Ich war mir noch nicht sicher, ob ich es kaufen sollte oder nicht, aber das „wir keine Einsprüche gegen ein Bann beantworten oder überprüfen werden“ zu lesen, ist ein massives Ärgernis.

In jedem Spiel, das ich jemals gespielt habe, gibt es eine schnelle Antwort auf eine Berufung, aber ihr werdet diese nicht einmal prüfen? Das ist ziemlich schäbig.

Ich stimme nicht zu. Die Menschen wollen Transparenz darüber, wie eurer Bann vonstattengeht, denn so funktioniert das wahre Leben. Man wird nicht ins Gefängnis gesteckt, weil man „das geheime, allmächtige Gesetz gebrochen hat“. Man lernt das Gesetz kennen, dann muss man es respektieren. Ich hoffe, Sie können sehen, wie faschistisch und verachtenswert das klingt.

Das wissen sicher nicht viele.

CremaGames lenkt ein

Vermutlich hat der Entwickler nicht mit so viel Gegenwind gerechnet und lenkt nun ein. Über Twitter verkündete Temtem eine E-Mail-Adresse, an die man sich wenden kann, wenn man denkt, ein Bann wäre nicht gerechtfertigt. „Eine keine Einspruch-Politik ist nicht gut“, räumt das Unternehmen nun ein:

Wir haben beschlossen, Einsprüche gegen das Verbot zu überprüfen, obwohl jeder einzelne von uns geprüfte Bann rechtmäßig ist. Wir ihr schon sagt, eine keine Einspruch-Politik zu haben, ist nicht gut.

Ihr könnt uns nun also unter support@cremagames.com kontaktieren.