Google soll helfen: Samsung will unbeliebtes Feature an Galaxy-Smartphones verbessern

Kaan Gürayer 1

Hat Bixby doch noch eine Chance? Trotz großer Anstrengungen konnte sich Samsungs digitaler Assistent nicht gegen die Konkurrenz von Amazon und Google durchsetzen und führt selbst auf Galaxy-Smartphones ein Schattendasein. Ausgerechnet der Suchmaschinenanbieter könnte dem unbeliebten Feature jetzt zum Durchbruch verhelfen – einem cleveren Schachzug sei dank. 

Zwar ist Samsung auf dem Smartphone-Markt die unbestrittene Nummer 1, im zukunftsträchtigen Geschäftsfeld der digitalen Assistenten spielen die Südkoreaner aber keine Rolle. Hier geben Amazons Alexa und der Google Assistant den Ton an und selbst die notorisch nichtswissende Siri dürfte auf iPhones öfters verwendet werden als Bixby auf Galaxy-Smartphones. Das weiß auch Samsung, weshalb der Branchenprimus offenbar nach Wegen sucht, Bixby fit für die Zukunft zu machen.

Samsungs Gedankenspiele: Nimmt Bixby in Zukunft nur noch die Anfrage entgegen?

Im Rahmen der IFA 2018 deutete ein hochrangiger Samsung-Manager an, dass sich der Konzern Hilfe von Google holen könnte, um Bixby zu verbessern. Möglich seien etwa Kooperationen, in denen Samsungs Sprachassistent nur den Befehl entgegennimmt, aber zu einem Google-Service weiterleitet. Die Anfrage „Bixby, navigiere mich zum Brandenburger Tor“, würde auf dem Galaxy-Smartphone dann direkt zu Google Maps weitergeleitet. Das erklärte Kim Hyun-suk, seines Zeichens Chef von Samsungs Consumer-Electronics-Sparte, auf die Frage, ob der Marktführer in Zukunft auf den Google Assistant setzen könnte.

Das neue Galaxy Note 9 hat einen nicht-deaktivierbaren Bixby-Button. Wie sich das Stift-Smartphone im Vergleich mit dem Huawei P20 schlägt, seht ihr hier:

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Samsung Galaxy Note 9 vs. Huawei P20 Pro: Vergleich der Smartphone-Superstars

Samsungs Geheimwaffe, um Google von einer Kooperation zu überzeugen

Und warum sollte Google einem direkten Konkurrenten auf dem Markt der Sprachassistenten helfen? Auch auf diese Frage wusste Kim Hyun-suk eine Antwort: „Jedes Jahr verkauft Samsung 500 Millionen Geräte und das können wir als Verhandlungsposition benutzen“, so der Manager. Offenbar geht Samsung davon aus, die starke Stellung als Gerätehersteller einsetzen zu können, um Google bei eventuellen Verhandlungen über eine Zusammenarbeit zu Zugeständnissen zu zwingen.

Ob Samsung tatsächlich eine Kooperation mit Google anstrebt, um Bixby zu verbessern, ist derzeit offen. Allerdings erscheinen die Aussagen des Samsung-Managers zu detailliert, um bloß als Gedankenspiele abgetan zu werden.

Würdet ihr Bixby öfters verwenden, wenn der Sprachassistent besser mit Google-Diensten zusammenarbeiten würde? Schreibt uns in die Kommentare. 

Quelle Korea Herald, via SamMobile

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