Beliebte iPhone-Apps spionieren Nutzer zu Werbezwecken aus: Was ist jetzt zu tun?

Holger Eilhard

Immer mehr Entwickler von Apps versuchen mit Hilfe der persönlichen Daten ihrer Nutzer Geld zu verdienen. Insbesondere genaue Standortinformationen werden laut einem Sicherheitsforscher immer interessanter. Mit einigen Schritten könnt ihr euch dagegen schützen.

Beliebte iPhone-Apps spionieren Nutzer zu Werbezwecken aus: Was ist jetzt zu tun?
Bildquelle: GIGA.

iPhone-Apps: Standortdaten als Gold der heutigen Zeit

Wer kennt das nicht: Beim ersten Start einer App fragt die neue Anwendung diverse Berechtigungen ab. Bedienten sich viele Apps zunächst am Adressbuch liegt das Augenmerk der Entwickler — und den Werbefirmen — nun verstärkt an den genauen Bewegungsdaten der Benutzer. Wie der Sicherheitsexperte Will Strafach beschreibt, verwenden die Apps dabei häufig plausible Begründungen, welche den Zugriff legitimieren. Eine Wetter-App arbeitet beispielsweise besser, wenn sie den Standort des Anwenders automatisch ermitteln kann.

Wie Strafach weiter anmerkt, werden bei der Abfrage aber nur selten Hinweise darauf gegeben, dass die Informationen nicht nur für den eigentlichen Zweck der App eingesetzt werden. Wenige Apps geben bei der Abfrage zu, dass die Standortinformationen auch an Dritte weitergegeben werden. Diese Informationen finden sich dann erst in den Datenschutzbestimmungen.

Neben den eigentlichen Daten zum Standort loggen einige Unternehmen auch weitere GPS-Informationen wie Höhe und Geschwindigkeit. Hinzu kommen Daten aus dem Beschleunigungssensor, die Werbe-ID des Nutzers, Akkuinformationen sowie Details zu Mobilfunknetz und Wi-Fi-Verbindungen. Informationen von Bluetooth-Beacons — kleine Geräte, die mitunter in Geschäften zum Einsatz kommen — werden ebenfalls gesammelt.

iOS 12 beinhaltet auch eine Reihe von neuen Funktionen, um Sicherheit und Privatsphäre zu verbessern. Was sonst noch neu ist, seht ihr hier:

12 Funktionen von iOS 12.

GPS-Tracking: Schritte zum Schutz gegen schnüffelnde Apps

In seiner Zusammenfassung zeigt Strafach eine Reihe von Apps auf, welche mit mindestens einer Werbefirma kooperieren. Dazu haben die Entwickler entsprechenden Code in ihre Apps integriert. Der erste Schritt zur Abwehr: Gleich bei der Anfrage einer App zum Zugriff auf den Standort, diese ablehnen — insbesondere dann, wenn schon darin auf die Datenschutzbestimmungen hingewiesen wird. iOS bietet des Weiteren die Möglichkeit in den Einstellungen unter Datenschutz > Werbung > Kein Ad-Tracking zu aktivieren.

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Der Forscher rät weiterhin dazu, Bluetooth zu deaktivieren, wenn es nicht benötigt wird und dem Wi-Fi-Netz einen sehr generischen Namen wie „home-wifi-1“ zu geben.

Quellen: Sudo Security Group via Forbes, heise

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