WhatsApp Sicherheit: Verschlüsselung, Informationen, Tipps und Tricks

Martin Maciej

WhatsApp ist inzwischen ein Must-have und auf vielen Smartphones wiederzufinden. Die hohe Verbreitung machen WhatsApp leider auch zur Zielscheibe von Hackern und Cyber-Kriminellen, die entweder Sicherheitslücken von WhatsApp aushebeln oder ahnungslose Nutzern anderweitig Schaden hinzufügen wollen. Hier findet ihr wichtige Infos zur WhatsApp-Sicherheit.

WhatsApp Sicherheit: Verschlüsselung, Informationen, Tipps und Tricks

Insbesondere Mitte 2012 kursierte die Meldung, dass es mittels WhatsApp Sniffer möglich war, innerhalb eines WLAN-Netzwerks die Nachrichten anderer WhatsApp-User mitlesen zu können. Zwar wurde diese Sicherheitslücke von den Entwicklern geschlossen, doch es gibt noch weitere WhatsApp-Gefahren.

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Wieviel Sicherheit bietet WhatsApp?

Größter Knackpunkt in der WhatsApp-Sicherheit war lange Zeit die Verschlüsselung. Zwar wurde einige Male nachgebessert, doch immer noch fanden Experten regelmäßig eklatante Mängel im Verschlüsselungsmechanismus. Wurde die Verschlüsselung in der Vergangenheit durch den leicht auszulesenden Einsatz von IMEI und MAC-Adresse des Smartphones zusammengesetzt, wird bei WhatsApp nun ein anderes Sicherheitssystem benutzt.

Langeu Zeit wurde die Stromverschlüsselung RC4 eingesetzt. Sowohl für ein-, als auch für ausgehende Nachrichten wird hierbei der identische Schlüssel verwendet. Dem niederländischen Mathe- und Informatikstudent Thijs Alkemade ist es gelungen, die Verschlüsselung zu umgehen und Nachrichten abzufangen. Im Blog des Niederländers findet ihr Code-Teile und weitere technische Details zum WhatsApp-Hack.

WhatsApp und die Sicherheit: Neue Verschlüsselung durch Update

Mit dem neuesten Update von Ende November verstärken die Macher endlich die Sicherheit der Nachrichten. So soll künftig auf eine End-To-End-Verschlüsselung gesetzt werden, ähnlich, wie sie bereits seit geraumer Zeit bei Threema eingesetzt wird. Beim Verschlüsselungsprinzip von TextSecure sind Nachrichten nur beim Absender und Empfänger lesbar, während die Nachricht auf ihrem Weg nur verschlüsselt einsehbar ist. Sollten Hacker Nachrichten auf ihrem Weg abgreifen, ist demnach ein einwandfreies Lesen durch den Angreifer nicht möglich. Für die Verschlüsselung wird das Open Source-Protokoll „Whisper Systems“ verwendet. Damit die End-To-End-Verschlüsselung beim Versenden von Nachrichten greift, müssen beide kommunizierenden Nutzer die neueste Version von WhatsApp installiert haben. Die Verschlüsselung greift derzeit nur bei normalen Textnachrichten, Gruppennachrichten und Multimedia-Inhalte sollen schnellstmöglich nachgesichert werden. iOS-Nutzer müssen noch auf ein entsprechendes Update warten.

WhatsApp Sicherheit mit Lücken und Risiken

Natürlich solltet ihr auch trotz des erhöhten Verschlüsselungsstandards nicht sorglos mit euren Daten bei WhatsApp umgehen. So solltet ihr eurer Smartphone selbstverständlich nicht achtlos auf dem Nachttisch liegen lassen und euch hinterher wundern, wenn eure Freundin alle pikanten Details eures heimlichen Flirts aus dem Gerät gelesen hat. Damit man jedoch mit fremden Geräten eure WhatsApp-Nachrichten mitlesen kann, ist tiefgründiges technisches Wissen vorausgesetzt. Einfache Apps, die ihr herunterladen könnt und die euch versprechen, alle Geheimnisse aus einem anderen WhatsApp-Account herauslesen zu können, sind in der Regel nichts weiter, als Spam- und Virenschleudern. Insbesondere Anwendungen mit Bezeichnungen wie „WhatsApp Spy“ oder „WhatsApp Sniffer“ sind häufig nur getarnte Viren. Vielfach werdet ihr zudem erst in Abofallen gelockt, bevor sich diese getürkten WhatsApp-Tools herunterladen lassen.

WhatsApp Sicherheit: Kettenbriefe, Spam und Co.

Auch solltet ihr euch vor nervigen WhatsApp Kettenbriefen schützen. Erst kürzlich ist eine böse Nachricht aufgetaucht, die Kindern und Jugendlichen Morddrohungen vermittelt hat. Wir berichteten in „Ein paar Minuten Android“ vom 14. September (ab 05:20):

Giga Android News Kw 38.
Generell solltet ihr bei Nachrichten von Nummern, die ihr nicht kennt, zwei bis vier Mal auf den Inhalt blicken. Öffnet auch keine Links aus Mitteilungen unbekannter WhatsApp-Kontakte. Hier können sich häufig Verweise zu Viren oder anderen zwieilichtigen Webseiten finden. Auch Nachrichten, die ihr „an 10 Personen schicken“ sollt, da sonst die Nachkommen eurer Nachkommen des Cousins seiner Schwester vierten Grades auf ewig Pech im Leben haben werden, verbannt ihr direkt ins Daten-Nichts.

Auf der nächsten Seite findet ihr Tipps und Tricks für mehr Sicherheit bei WhatsApp Sicherheit.

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