Apple Watch: Geniale Smartwatch-Technik – in langweiligen Kleidern?

Sven Kaulfuss

Gewiss handelt es sich bei der Apple Watch um ein geniales Stück Smartwatch-Technik. Doch die Form wirkt nach Jahren der Beständigkeit dann doch etwas altbacken. Rufe nach Veränderung werden wach. Doch wird Apple diese auch erhören? Ich verrate es euch in meiner Wochenend-Kolumne auf GIGA.

Seit 2015, dem Jahr der Markteinführung, sieht die Apple Watch im Grunde unverändert aus. Zwar erhielt sie ab der Series 4 ein leicht vergrößertes Display, dies sieht aber auch nur das geübte Auge. Für Apple ist diese optische Beharrlichkeit nicht ungewöhnlich, wie uns der Blick aufs iPhone verrät. Auch da gibt’s vorzugsweise evolutionäre Ansätze. Als Beispiel sei die Form des iPhone 6 aus dem Jahr 2014 genannt – mit dem iPhone 8 noch heute aktuell. Bald geht’s mit dem iPhone SE 2 beziehungsweise iPhone 9 für die uns bekannte Gestalt noch mal in die „Verlängerung“. Aber dann gab es auch das iPhone X (2017), was wiederum das Design des Apple-Handys auf den Kopf stellte und die Form der neuesten iPhones bis heute prägt.

Die Smartwatch-Bestseller bei Amazon *

So ähnlich wie bei der Nubia Alpha könnte die Zukunft für die Apple Watch ausschauen – hier im Hands-On von GIGA:

Nubia Alpha im Hands-On: Ein Smartphone als Smartwatch.

Apple Watch: Die Form folgt der Smartwatch-Technik

Bei der Apple Watch gab es einen derartigen Richtungswechsel bisher noch nicht. Warum eigentlich? Die Frage kann ich leicht beantworten: Die Smartwatch-Technik gab es einfach noch nicht her. Die bestimmt am Ende nämlich die Form. Erst das Vollformatdisplay, dessen Gestensteuerung und der damit obsolete Homebutton machten das iPhone X möglich. Insofern wird ein neues Design der Apple Watch auch erst mit einer hinreichenden Veränderung beim Smartwatch-Display Einzug halten.

Da stellt sich mir die Frage: Wohin geht die Reise? Einen ersten Vorgeschmack liefern diverse Ansätze. Beispielsweise die im dem letzten Jahr vorgestellte Nubia Alpha und die für 2020 erwartete Amazfit X – die soll nun tatsächlich realisiert werden, eine Crowdfunding-Kampagne wurde dieser Tage schon mal angeteasert. Dahinter steckt übrigens Xiaomi, der aufsteigende Stern am Smartphone-Himmel. Beide Smartwatch-Modelle eint ein flexibles Display, welches sich gebogen um das Handgelenk des Trägers schlängelt. Sieht unglaublich nach Zukunft aus und ermöglicht wahrscheinlich neue Sichtweisen und Einsatzzwecke. Man stelle sich mal vor: Fußgängernavigation im extremen Breit… äh Längsformat.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern, zur Diskussion aufrufen und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Apple Watch X hat noch Zeit

Apple wird derartige Experimente ganz genau beobachten, tut aber gut daran, diese nicht einfach des billigen Effekts wegen zu adaptieren. Meint, die Designrevolution der Apple Watch braucht noch etwas Zeit, die optische „Langeweile“ wird noch andauern. Zur Erinnerung: Beim iPhone lagen zwischen der ersten Generation und dem iPhone X ganze 10 Jahre.

Ergo: Ich freu mich schon mal auf die „Apple Watch X“ – mit etwas Glück wird’s vielleicht schon was vor dem Jahr 2025. Schönen Sonntag noch und viel Spaß beim Langweilen und nichts tun. Bis zur nächsten Woche.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen stellen ausschließlich die Ansichten des Autors dar und sind nicht notwendigerweise Standpunkt der gesamten GIGA-Redaktion.

Sven Kaulfuss
Sven Kaulfuss, GIGA-Experte für Apple, Antiquitäten und altkluge Sprüche.

Ist der Artikel hilfreich?

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung