Während Intel sein CPU-Pulver für dieses Jahr bereits verschossen hat, hat AMD noch einen weiteren Trumpf im Ärmel: die neuen Ryzen-5000-Prozessoren. Bislang war zu den Chips nicht viel bekannt – nun sind erste Benchmarks aufgetaucht. Und die haben es in sich! Wenn die Angaben stimmen, könnte AMD dieses Mal mit einer alten Tradition brechen – zur Freude der Fans. 

AMD Ryzen 5000: Neue Prozessoren bieten deutlich mehr Single-Core-Performance

Seit Jahren gilt der Grundsatz: AMD bietet das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis und mehr Performance für produktive Anwendungen. In Sachen Gaming hat aber Intel weiterhin die Nase vorne. Mit dem Start der Ryzen-3000-Chips in 2019 ist dieser Vorsprung zwar stark zusammengeschmolzen. Doch wem jedes Bild pro Sekunde mehr wichtig ist, der hat mit einem Intel-Prozessor weiterhin die besten Karten.

Doch das könnte sich mit der kommenden Generation an AMD-Chips ändern, wie geleakte Benchmarks nun zeigen. Vor Kurzem sind Testergebnisse im Netz aufgetaucht, die etwa dem kommenden Ryzen 9 5900X einen Single-Core-Score in CPU-Z von satten 652,8 Punkten bescheinigen:

Damit wäre die neue Version dem aktuellen Ryzen 9 3900X rund 20,3 Prozent überlegen. Und auch im bekannten „Cinebench R20„-Test kann der neue Chip auftrumpfen. Hier liegt das Leistungsplus im Vergleich zum Vorgänger im Single-Core-Bereich bei knapp 16,3 Prozent.

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Sollten sich diese Leistungssteigerungen aus den Benchmarks so auch in den Spielewerten widerspiegeln, könnte Intel ein echtes Problem bekommen. Denn aktuell ist der i9-10900K zwar dem Ryzen 9 3900X in den meisten Spielen 10-15 Prozent voraus, der neue Ryzen 9 5900X könnte diesen Leistungsunterschied jedoch auf Null absenken – oder den Intel-Prozessor sogar überholen.

Zum Marktstart der neuen Ryzen-Prozessoren dürfte AMD wieder die aktuelle Top 10 dominieren:

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Sollte dieser Fall eintreffen, hätte Intel eines seiner schlagkräftigsten Verkaufsargumente für die PC-Spieler eingebüßt und müsste wahrscheinlich an der Preisschraube drehen, um weiter mithalten zu können. Doch für ein „Todesurteil“ ist es jetzt noch zu früh. Bislang wurden keine der geleakten Angaben offiziell von AMD bestätigt. Zudem bleibt abzuwarten, ob sich die Mehrleistung in den Benchmarks am Ende auch wirklich problemlos auf die Spiele übertragen lässt. Spannend bleibt es aber allemal – vor allem für Intel, denen bereits erste Schweißperlen auf der Stirn stehen dürften.