So etwas nennt sich wohl ein Eigentor. Intel möchte Apple veralbern, macht am Ende aber tatsächlich Werbung für die Zukunft des MacBooks – Gratulation!

Sind die jüngsten Werbespots von Intel gelungen? Darüber lässt sich streiten, vor allem kontrovers dürfte das Auftreten des früher als „Mac“ bekannten Akteurs Justin Long diskutiert werden. Egal, auch Schauspieler müssen Geld verdienen, da spielt es keine Rolle ob Apple oder Intel die Rechnungen bezahlt. Bei all der Aufregung übersah man aber ein winziges und dennoch wichtiges Detail.

Günstiger als bei Apple: MacBook Pro mit M1-Chip bei Amazon

Intel präsentiert MacBook mit neuem Display: Geheimer Apple-Prototyp?

Schließlich sah das MacBook Pro mit M1-Chip (aktuell bei Amazon zu haben) in Intels Werbefilmen irgendwie anders aus, was nur hatte sich verändert? Richtig: Das Display! Dem fehlte der verhältnismäßig fette Rahmen. In Intels Spots schaut das MacBook Pro richtig schick aus und besitzt einen formatfüllenden, Edge-to-Edge-Bildschirm. Wie kann dies sein, so etwas gibt's doch gar nicht? Zeigt uns Intel hier etwa einen geheimen Apple-Prototypen?

Schaut schick aus, so ein MacBook aus Intels "Design-Abteilung". Bild: Intel.

Natürlich nicht, am Ende war es ein Fehler bei Intel in der Nachbearbeitung des Films, wie „The Verge“ herausfand. Und doch zeigt uns der Prozessorhersteller damit unbeabsichtigt eine wahrscheinliche Zukunft des MacBooks. Denn so oder so ähnlich erhoffen wir uns alle die nächste Generation des MacBook Pro 2021 mit noch leistungsfähigeren Apple-Chips.

Der besagte Werbespot von Intel, man achte auf das ominöse MacBook (links im Bild):

Justin Gets Real: Der Mac läuft zu Intel über

MacBook Pro 2021: Was uns erwartet

Die befinden sich bei Apple gerade in Arbeit und werden wohl spätestens zum Herbst der Öffentlichkeit präsentiert. Erwartet werden zwei neue Modelle mit 14- und 16-Zoll-Display im neuen Design und Mini-LED-Bildschirmen. Die könnten dann tatsächlich extrem schmale Ränder besitzen. Ferner sagt die Gerüchteküche die Rückkehr von MagSafe, HDMI und einem SD-Kartenleser voraus. Wegfallen soll dafür die Touch Bar.

Am Ende macht also ausgerechnet Intel noch versehentlich Werbung für die nächste MacBook-Generation und zeigt ein verbessertes Notebook-Design, was sich Apple-Nutzer schon lange wünschen. Man wäre ja versucht vom Eigentor zu sprechen. Intel will Apple verspotten und am Ende spricht die Welt über zukünftige MacBooks, die Intel das Leben noch schwerer machen werden – schon irgendwie witzig.