Auch in diesem Jahr legen viele potenzielle Kundinnen und Kunden, aber auch Marktbeobachter hohe Erwartungen ans künftige Apple-Handy. In der heutigen Ausgabe der Wochenend-Kolumne gehen wir deshalb der Frage nach, welche drei Fehler Apple beim iPhone 14 unbedingt vermeiden muss.

 
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Wir alle kennen dies … über Wochen, ja Monate baut sich eine Erwartungshaltung auf, der Apple dann nicht immer auch entsprechen kann. Am Ende wartet die Enttäuschung und das neue iPhone ist doch nicht das, was wir uns erhofft haben. Auch bezüglich des kommenden iPhone 14 und iPhone 14 Pro wird’s nicht anders werden.

iPhone 14 ohne Makel

Meiner Meinung nach gibt’s deshalb drei Hauptforderungen, die Apple bei der Vorstellung des iPhone 14 im Herbst besser erfüllen sollte, ja eigentlich muss. Falls nicht, droht Frust und der könnte sich letztlich früher oder später auch in einer geringeren Nachfrage niederschlagen. Es folgen die Fehler, die Apple meiner Meinung nach beim iPhone 14 idealerweise vermeidet:

1. Weiterhin eine Notch verbauen: Die Zeiten der Displaykerbe sind vorbei, ganz ehrlich, ich will wieder mehr Platz in der oberen Menüleiste. Möchte exakt die verbliebene Akkukapazität in Prozent sehen oder auch wissen, ob der Wecker schon gestellt wurde. Für all dies muss ich jetzt erst das Kontrollzentrum bemühen, eine unnötige Fingerbewegung. Gerüchten zufolge wird Apple den Pro-Modellen tatsächlich ein alternatives Punch-Hole-Design spendieren, was all dies wieder möglich macht. Aber warum nicht auch bei den Standardmodellen? Auch das einfache iPhone 14 und das kolportierte iPhone 14 Max mit größerem Display sollten besser ohne Notch auskommen.

Kommt auch ohne Kamerabuckel aus, das neue Galaxy S22 Ultra von Samsung:

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2. Noch immer diesen hässlichen Kamerabuckel verwenden: Aktuell gilt – je größer der Kamerabuckel, desto besser die Kamera! Ist natürlich totaler Quatsch, aber in den letzten Jahren pflegte und hegte die Branche exakt ein solches Image. Apple war da alles andere als unschuldig, wie der Blick auf die massiven Auswüchse beim iPhone 13 Pro beweist. Doch es geht auch anders. Das neue Galaxy S22 Ultra von Samsung beispielsweise verzichtet darauf, hat dennoch mehr Linsen und ist dafür halt etwas dicker. Vorteil: Mehr Akku und somit hoffentlich auch mehr Laufzeit. Ein solches Design würde auch dem iPhone 14 gut zu Gesicht stehen – die Kamera-Wulst muss weg.

3. 120-Hz-Display nur fürs Spitzenmodell: Das schnelle und dennoch stromsparende ProMotion-Display gibt’s derzeit nur in den beiden Pro-Varianten. Wenn dies auch beim iPhone 14 so bleibt, so ist dies ein schwerer Fehler. Schon vorm iPhone 13 verbaute die Android-Konkurrenz nämlich schnelle Bildschirme in wesentlich preiswerteren Smartphones. Wenn Apple auch beim normalen iPhone 14 darauf verzichtet, so ließe sich diese Peinlichkeit kaum noch vertuschen. Man zahlt einen Premium-Preis und bekommt kein Premium-Display? Im Jahr 2022 nicht mehr zu erklären.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Touch ID? Dank Software-Update nicht mehr notwendig

Übrigens: Wer jetzt in dieser Liste noch den fehlenden Touch-ID-Sensor vermisst, dem sei gesagt: Ab iOS 15.4 und der hinzugewonnenen Fähigkeit des iPhones, das Gesicht auch mit Maske zu erkennen, ist das größte Argument für den Fingerabdrucksensor eigentlich obsolet. Da könnte ich also auch in Zukunft weiterhin verzichten.

Schönen Sonntag noch.